Kritik | Wolf von "Tyler, The Creator"

Küstler:
Tyler, The Creator
Redaktions-Wertung:
Titel:
Wolf
Release:
05. April 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Er nennt sich selbst Tyler, The Creator, ist Anführer der „Odd Future Wolf Gang Kill Them All“ und hat im bösen F-Wort einen seiner liebsten Begriffe gefunden. Der Skandalrapper, der gebürtig Tyler Gregory Okonma heißt, mag mit seinen 22 Lenzen optisch zwar kein Wässerchen trüben, hat es aber faustdick hinter den Ohren.

Das hat er 2011 bereits mit dem Album „Goblin“ und dem

Videoclip zur ersten Single-Auskopplung „Yonkers“ bewiesen. Und so etlichen anderen Aktionen, die er sich in den letzten Jahren geleistet hat.

Jetzt legt er mit „Wolf“ nach und präsentiert damit bereits seinen dritten Longplayer. Und der Titel ist keinesfalls zufällig gewählt. Tyler benutzt eine Vielzahl an Alter Egos, zu denen auch Wolf Haley zählt. Diesen Charakter sieht er als Freud’sche Identität. Als bösen Weißen.

Und als der betrachtet er sich – musikalisch gesehen – in Millionen von Spiegeln. Selbstreflektion ist eines der vorherrschenden Themen auf „Wolf“. Dabei taucht nicht nur sein Alter Ego Wolf auf. Auch Salem und Sam sind in den 70 Minuten Spielzeit vertreten. Neben ihnen außerdem zahlreiche Gäste wie Frank Ocean, Lætitia Sadier, Hodgy Beats oder Pharrell Williams. Und das ist gut, denn Tylers Bariton-Stimme kann einen vokalen Gegenspieler gut gebrauchen. Und das nicht nur, weil er nahezu ohne Filter rappt und ausspricht, was er denkt.

Wer sich an den vielen „F-Bomben“ auf „Wolf“ nicht stört, den erwartet ein durchaus unterhaltsames Album voll mit Raps über Frauen, Drogen und auch die Kindheit von Tyler. Als Rapper mag er vielleicht noch ein Stück Weg vor sich haben, aber als Komponist und auch Produzent ist er seit „Goblin“ deutlich gereift.

Anspieltipps: „Lone“, „Answer“, „Rusty“

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