Kritik | O.N.I.F.C. von „Wiz Khalifa“

Küstler:
Wiz Khalifa
Redaktions-Wertung:
Titel:
O.N.I.F.C.
Release:
07. Dezember 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

„Only Nigga In First Class“. Dafür steht der Titel „O.N.I.F.C.“ von Wiz Khalifa’s zweitem – eigentlich viertem – Studioalbum. Das wurde mehr als heiß erwartet, obwohl „Rolling Papers“ erst vor knapp anderthalb Jahren erschienen ist. Genau, das vergoldete Debütalbum, mit dem sich der schmächtige Rapper ziemlich schnell Respekt in der Szene verdient hat (man erinnere sich nur an das grandiose „Black And Yellow“).

Daran kann er 2012 aber nicht ganz anknüpfen, um das gleich vorweg zu nehmen. Dennoch lohnt es sich, bei „O.N.I.F.C.“ mehrmals hinzuhören und kein verfrühtes Urteil zu fällen, während Mr. WIZ noch mal fix einen durchzieht. Das Album hat definitiv seine Stärken und wird erst nach ein paar Runden so richtig warm. Im Ganzen fehlt es aber an musikalischen Meilensteinen, wie man sie von „RP“ gewohnt ist. Ein bisschen zu viel Weed, was noch stark untertrieben ist, wenig fantasiereiche Beats – irgendwie kann Wiz Khalifa das besser. Hat er uns zumindest glauben lassen.

Deshalb hinterlässt „O.N.I.F.C.“ einen faden Nachgeschmack und kann eigentlich nur mit ein paar Perlen aufwarten. Darunter „It’s Nothin“, „Work Hard, Play Hard“ und „Rise Above“. Im Schnitt zu wenig für eine Tracklist mit immerhin 17 (!) Titeln! Die ist natürlich nicht komplett schlecht geworden, aber irgendwie ideen- und belanglos. Man hatte einfach mehr erwartet. Vielleicht geht es auch Wiz selbst so, denn der gesamte Longplayer wirkt, als hätte er zwanghaft versucht sich weiterzuentwickeln und als Rapper zu reifen.

Aber was nicht vergessen werden darf: Der Amerikaner ist gerade mal 25. Und einige der gravierendsten und einschneidendsten Erlebnisse in seinem Leben stehen ihm noch bevor bzw. sind noch in der „Mache“. Zum Beispiel die Geburt des Nachwuchses mit It-Girl Amber Rose, die auf dem Album übrigens ebenfalls vertreten ist. Oder die aktuelle „2050 Tour“, bei welcher der Rapper aus Pittsburgh zusammen mit den Taylor Gang Members Juicy J, Chevy Woods, Lola Monroe, Tuki Carter und Berner durch Nordamerika zieht. Warten wir also mal ab, womit Wiz als Nächstes um die Ecke kommt. Mit der „grünen Brille“ sicherlich weiterhin.

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