Kritik | Vicious Lies and Dangerous Rumours von „Big Boi“

Küstler:
Big Boi
Redaktions-Wertung:
Titel:
Vicious Lies and Dangerous Rumours
Release:
07. Dezember 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Big Boi dürften die meisten immer noch mit OutKast in Verbindung bringen. Seit fast fünf Jahren versucht sich der Rapper und Schauspieler aber solo und ist mehrere Projekte angegangen. Darunter sein erstes Soloalbum „Sir Lucious Left Foot – The Son of Chico Dusty“, das 2009 erschienen ist und zumindest im US-Raum sehr erfolgreich war. Knapp drei Jahre später legt er nun mit einem zweiten Album nach, das „Vicious Lies and Dangerous Rumours“ heißt.

Und auch auf diesem ist spürbar, dass Big Boi nach wie vor Probleme damit zu haben scheint, sich als Solokünstler zu identifizieren. So kommt es, dass sein zweiter Longplayer eigentlich kein wirkliches Konzept verfolgt und ihm auch kein zentrales Thema zugrunde liegt. Big Boi liefert zwar vielseitigen Hip Hop und ein halbwegs rundes Album ab, aber noch schöner wäre es gewesen, wenn man auf eine etwas mehr hörbare Einheit gestoßen wäre. Dennoch kann man dem Sohn von Chico Dusty, Sir Lucious Left Foot, eines ganz sicher nicht zum Vorwurf machen: dass er keinen Spaß hatte.

Das Album ist so bunt wie das Cover des Albums. Es braucht zwar ein paar Anläufe, geht dann aber ab wie ein Tischfeuerwerk. Zumindest im Rahmen seiner Möglichkeiten. Das liegt sicherlich auch an den Gästen, die auf „Vicous Lies and Dangerous Rumors“ vertreten sind: Ludacris und Killer Mike, A$AP ROCKY und T.I. sowie Little Dragon. Auch Kelly Rowland ist bei „Mama Told Me“ vertreten. Gemeinsam verhelfen sie dem Mix aus Southern Hip Hop, Funk und Indie zu einem sehr lebendigen Sound und gestalten das Album abwechslungsreich. Es ist sicher kein Smasher-Album und auch keinesfalls so ein Überraschungsknaller wie „Jesus Piece“ von The Game, aber dennoch eine unterhaltsame Scheibe, mit der man durchaus seinen Spaß haben kann. Big Boi hatte den während der Aufnahmen auf jeden Fall. Das spürt man in nahezu jedem Track.

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