Kritik | Record Collection von “Mark Ronson & The Business Intl”

Küstler:
Mark Ronson & The Business Intl
Redaktions-Wertung:
Titel:
Record Collection
Release:
24. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Er ist das Chamäleon unter den Musikproduzenten, das fleischgewordene Featuring: DJ Mark Ronson aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Der New Yorker hat in der Vergangenheit bereits mit vielversprechenden Kooperationen wie „Ooh Wee“ feat. Ghostface Killah und Nate Dogg, „Stop Me“ in Zusammenarbeit mit Daniel Merriweather oder „Valerie“ feat. Amy Winehouse von sich reden gemacht und kann zahlreiche Awards sein Eigen nennen. Mit „Record Collection“ stellt er sein drittes Album vor und landet mit der ersten Single-Auskopplung „Bang Bang Bang“ feat. The Business INTL., MNDR & Q-Tip direkt einen Volltreffer. Im UK ist der Song längst in die Top 10 eingezogen.

„Bang Bang Bang“ ist auch der Opener des Albums und zeigt, das Ronson durchaus eine elektronische Seite hat. Bei seinem vorhergehenden Album war Soul vorherrschend, hier sind es andere Töne. Hauptsächlich HipHop, Indie, 80s und ein wenig 60s. Die Mischung erinnert an eine Tüte Smarties und auch die Besetzungscouch war mal wieder komplett ausgelastet: Neben Jake Shears von den Scissor Sisters haben Simon Le Bon von Duran Duran und Kyle Falconer von The View an der Scheibe mitgewirkt. Die verschiedenen Einflüsse ergeben eine buntes, 14 Titel starkes Gesamtkunstwerk mit hohem Unterhaltungswert, auf dem auch reine Instrumentalstücke zu finden sind.

Neben dem bereits erwähnten „Bang Bang Bang“, einem echten Ohrwurm, fallen „Somebody To Love Me“, unverkennbar gesungen von Boy George, „You Gave Me Nothing“ ft. Rose Elinor Dougall und Andrew Wyatt, „Glass Mountain Trust” mit D’Angelo, „Cicuit Breaker“, eine Hommage mit Streichern an Zelda und „The Night Last Night“ ft. Rose Elinor Dougall und Alex Greenwald besonders positiv auf. Zwischendrin experimentiert Mr. Ronson mit verschiedenen Sounds und Arrangements. Das ist aber nicht störend, sondern eher schmückendes Beiwerk. Dennoch: Ein, zwei instrumentale Stücke weniger hätten es auch getan.

Alles in allem ist „Record Collector“ ein erneuter Beweis für die Kreativität und den Spieltrieb des Mark Ronson. Es lässt sich in keine Schublade stecken und das ist auch gut so. Noch ein paar mehr Songs vom Kaliber der Single „Bang Bang Bang“ und die internationalen Hitlisten können sich auch in Zukunft warm anziehen.

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