Kritik | M.O. von "Nelly"

Küstler:
Nelly
Redaktions-Wertung:
Titel:
M.O.
Release:
04. Oktober 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Anfang der 2000er war Nelly eine wirklich große Nummer: Mit „Hot In Herre“, „Dilemma“ oder „Nasty Girl“ war er regelmäßig in den Charts vertreten, veröffentlichte erfolgreiche Alben wie „Nellyville“ oder „Suit“ und verkaufte davon mehr als 28 Millionen Exemplare. Er war lange Zeit gut im Spiel. Mit „Brass Knuckles“ hat er sich dann aber irgendwie selbst ins Aus befördert und es anschließend nicht mehr wirklich auf den Platz geschafft.

Es war in den letzten Jahren deshalb ruhig um den Texaner. Nachdem sein Cousin Michael Johnson 2010 ermordet wurde, verschob sich die Veröffentlichung seines sechsten Studioalbums „Nelly 5.0“ um mehrere Monate. Und als die Scheibe dann erschienen war, blieb der Erfolg aus.

2013 greift der Mann mit den 4 Grammys und 3 American Music Awards nun wieder an und hat bereits vor einigen Monaten seine neue Single „Hey Porsche“ vorgeschoben. Sie war zugleich der Bote für seinen neuesten Longplayer „M.O.“, der seit dem 4. Oktober zu haben ist.

Der zeigt sich schon beim ersten Durchhören eher seicht und mehr poppig als rappig. Der Opener „Get Like Me“ feat. Nicki Minaj und Pharrell dürfte so manchen überraschen, denn die Nummer startet fast schon schmusig. Das ändert sich auch im weiteren Verlauf des Albums nicht wirklich. Man wartet die ganze Zeit darauf, dass Nelly mal richtig auf Touren kommt, aber der scheint sich eher zurückzuhalten. Er hat sich ganz offensichtlich dem Feelgood-Sound zugewandt.

Dafür hat er sich zahlreiche Produzenten und Gäste eingeladen: Pharrell, Rico Love (Beyoncé, Usher), DJ Frank E (Kanye West, Enrique Iglesias, Flo Rida) und Detail (Lil Wayne, T-Pain ). Das Mikrofon teilt er sich dieses Mal unter anderem mit Nelly Furtado, 2 Chainz, Trey Songz, T.I. und Florida Georgia Line. Überhaupt verzichtet der Sänger nur bei drei Songs auf seinem Album Featurings. Ansonsten befindet er sich immer in Gesellschaft.

So richtige Kracher finden sich auf „M.O.“ aber trotzdem nicht. Auch „Hey Porsche“ erinnert zu sehr an Flo Rida und Co. und ist extrem weichgespült. Somit ist Nellys sechste Scheibe solider Durchschnitt. Definitiv besser als die letzten beiden Alben, aber keinesfalls ein Reißer.

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