Kritik | Hotel California von "Tyga"

Küstler:
Tyga
Redaktions-Wertung:
Titel:
Hotel California
Release:
12. April 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

„Welcome to the Hotel California. […] This could be Heaven or this could be Hell“ wussten schon The Eagles. Deshalb haben sie 1976 auch ihr fünftes Studioalbum nach dem weltbekannten Song betitelt. 37 Jahre später tut es ihnen jemand gleich und der könnte kaum gegensätzlicher sein. Denn mit Tyga kehrt der Westcoast-Rap zurück.

Michael Ray Nguyen-Stevenson hat in den letzten Monaten verdammt viel von sich hören lassen. „All my shit dope“ ist nicht nur ein Lyric-Auszug aus seiner aktuellen Single-Auskopplung „Dope“, es steht für die Gesamtheit der 15 Tracks.

Denn: Winning isn“t everything … It“s the only thing! Getreu diesem Motto haut Tyga mit seinem dritten Album „Hotel California“ ordentlich auf die Kacke und lässt es krachen. Mit tatkräftiger Unterstützung. Denn die Gäste auf dem feinen Rap-Scheibchen lesen sich wie das Who-is-Who des Genres: Rick Ross, Lil Wayne („500 Degrees“), Jadakiss, Wiz Khalifa („Moe“), Chris Brown („F*ck for the Road“), Future, 2 Chainz („Hijack“). Tyga zeigt sich nicht nur auf dem Cover seines Albums bissig, er lässt den Tiger auch musikalisch raus. Und das ist man von dem 23-Jährigen auch nicht anders gewohnt.

Denn allerspätestens seit seinem Überhit „Rack City“ von 2012 ist Tyga die Cash Cow von Cash Money Records. Er beweist, dass Compton auch heute noch das Epizentrum des Westcoast-Rap ist.

Dabei hatte er schon ein bisschen Panik, dass er jetzt weiterhin Songs im Stile seines letzten Smashers abliefern muss. Mit „Hit“em up“ tut er das zwar, aber ansonsten gelingt ihm die Balance zwischen Club- und Midtempo-Nummern ganz gut. Er hatte freie Hand und durfte sich kreativ austoben. Das tut er übrigens auch bei all seinen Musikvideos, denn er will, dass diese seine Tracks noch größer machen. Aktuell arbeitet er am Clip zu „For The Road“. Der zu „Molly“ wurde erst vor wenigen Tagen veröffentlicht.

Mit seinen jungen Jahren hat Tyga schon Beachtliches erreicht: Er hält sich mit Beharrlichkeit in den

Charts, ist stolzer Vater eines Sohnes, hat für Reebok einen Schuh designt/veröffentlicht und sein eigenes Label Last Kings gelauncht. „Als Musiker musst du genauso dein Wort halten, wie als Präsident: Der kann auch nicht erzählen, dass bald jeder Bürger krankenversichert ist und sich dann nicht daran halten. Für mich heißt das: noch fettere, intelligentere Tracks aufnehmen, und das zusammen mit den richtigen Leuten“, so der Cousin von Travie McCoy.

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