Kritik | Food & Liquor 2: The Great American Rap Album Pt. 1 von „Lupe Fiasco“

Küstler:
Lupe Fiasco
Redaktions-Wertung:
Titel:
Food & Liquor 2: The Great American Rap Album
Release:
28. September 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Schwarz. Einfach nur Schwarz (wer es genau wissen will: #0b0708). So sieht das Cover von Lupe Fiasco’s neuestem Album aus. Einen Blackout hatte der Rapper aber keinesfalls, auch wenn Fans lange, lange auf „Food & Liquor 2: The Great American Rap Album“ warten mussten.

Es ist Lupes viertes Studio-Album innerhalb von sechs turbulenten Jahren. Streitigkeiten und Spannungen mit seinem Label Atlantic Records haben dafür gesorgt, dass es immer wieder Höhen und Tiefen gab. Die durchaus offen ausgetragen wurden. Einfach ist der 30-Jährige sicher nicht, seine Musik spricht dafür eine eigene Sprache. Bei seinem vierten Streich die seiner Seele.

„Wenn du dich nur auf deine Fans konzentrierst, dann verlierst du in der Industrie und wenn du nur auf dein Label hörst, wirst du die Verbindung zu deinen Fans verlieren“, so Lupe Fiasco. Er hat gelernt, sich nicht mehr auf Ratschläge von außen zu verlassen und konzentriert sich deshalb auf das, was er am besten kann: Rap. Dafür hat er sich durchaus Verstärkung geholt. Und zwar nicht nur in Form seiner Schwester, die die Messages des Albums im Intro verliest, sondern auch durch Guy Sebastian, Poo Bear und Jason Evigan, die ihn stimmlich unterstützen.

Inspirieren lassen hat er sich bei der Arbeit an „Food & Liquor 2: The Great American Rap Album“ erneut von großen Philosophen wie Noam Chomsly oder James Baldwin, aber auch Historikern wie Howard Zinn und Genre-Größen wie Mos Def. Für sie und sich hat er das Album geschrieben. Ein Sequel zu seinem bereits 2006 erschienenen Longplayer. Es hat die amerikanische Geschichte und einen Blick in das Innerste der Nation im Fokus. Es prangert die Politik und das System an, Vergehen amerikanischer Soldaten, Pädophilie, aber auch Materialismus.

Lupe’s Rap-Album ist dabei kein klassischer Genre-Vertreter. Es erinnert teilweise stark an den Sound eines Kanye West vor ein paar Jahre, auch, wenn die Inhalte deutlich kritischer sind. Das muss aber natürlich nichts Schlechtes sein, „Food & Liquor 2: The Great American Rap Album“ hat dadurch jede Menge melodiöser Parts und ist eingängig. In jedem Fall ist es besser als das kontroverse „Lasers“, obwohl es sich praktisch „gesichtslos“ präsentiert. Sowohl Cover als auch Booklet sind schwarz und damit leer.

Noch mehr Tracks im Stil von „Put ‚Em Up“, wo Lupe wirklich zeigt, was er als Rapper kann, hätten der Scheibe nicht geschadet. Fans dürfte das trotzdem nicht weiter stören, denn das Album zählt durchaus zum Besten, was Lupe bis dato abgeliefert hat. Und wir sprechen hier nur von Part 1! Part 2 soll schon in Kürze erscheinen.

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