Kritik | Dreams And Nightmares von „Meek Mill“

Küstler:
Meek Mill
Redaktions-Wertung:
Titel:
Dreams And Nightmares
Release:
30. Oktober 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

„Ich wollte eine Platte aufnehmen, die mit Albumklassikern wie ‚Illmatic‘, ‚Hard Knock Life‘ oder ‚Get Rich Or Die Tryin“ auf Augenhöhe ist“, so Rapper Meek Mill (bürgerlich: Robert Williams). Der „Newcomer“ ist bereits seit 2008 im Business, war u.a. Teil des Quartetts „The Blood Houndz“, bevor er 2011 als Soloartist seine erste, richtige Single veröffentlichte. Seit wenigen Tagen steht nun sein Debüt-Longplayer in den Läden, der eigentlich schon im Sommer erscheinen sollte. Er erzählt von „Dreams And Nightmares“ und ist absolut hörenswert.

Denn Meek Mills Anspruch an seinen Erstling war nicht gerade gering. Er wollte ein richtiges, waschechtes HipHop-Album aufnehmen. Oldschool eben. Das ist ihm auch gelungen, allerdings fast schon etwas zu klischeehaft. Ein paar melodische Takte hier, dazwischen eine umfangreiche und namhafte Liste an Special Guests (Mary J. Blige, Rick Ross, John Legend, Trey Songz, …), dann wieder Schimpftiraden vom Feinsten. Produziert wurden die Tracks u.a. von Jahlil Beats (Chris Brown, Lil Kim, Young Gunz), Boi-1da (Usher, Dr. Dre, Busty Rhymes), Key Wane (Big Sean, Tyga, Chevy Woods) und Kane Beatz (Nicki Minaj, Lupe Fiasco, Trey Songz).

Als erste Auskopplung aus „Dreams And Nightmares“ war „Amen“ recht erfolgreich.  Die Top 10 der Billboard HipHop/R&B-Charts konnte Meek Mill damit locker knacken. Der Song stammt ursprünglich von seinem elften und genialen Mixtape „Dreamchasers 2“  und hat in MMs Gemeinde für Tumult gesorgt. Pastor Jomo K. Johnson hat bezüglich der Lyrics sogar zu einem Boykott aufgerufen. Inzwischen sind insgesamt bereits vier Songs ausgekoppelt wurden: „Amen“, „Burn“, „Young & Gettin‘ It“ und „Maybach Curtains“. Es geht um Geld, Drogen, Macht. Das Übliche.

Dass Meek Mill für Aufregung und Revolte sorgt, ist übrigens nichts Neues. Schon bei den ersten Mixtapes war es nicht anders. Seine Provokationen kommen in der Community allerdings gut an. 2011 unterzeichnete MM bei niemand Geringerem als Rap-Schwergewicht Rick Ross und seiner legendären Maybach Music Group. Kurz darauf war er schon Teil der renommierten „Freshmen 10“-Liste des XXL-Magazins und auf Platz 7 in MTVs „Hottest MCs In The Game“-Liste.

Im Gegensatz zu seinen früheren Veröffentlichungen ist „Dreams And Nightmares“ ein recht solides Debüt, bei dem mehr drin gewesen wäre. Die Mischung aus Kommerz und Streetrap/Philly Hip Hop ist zwar durchaus eingängig und MM absolut glaubwürdig in dem, was er rappt, aber es finden sich einige Stücke auf der Scheibe, die Meek besser mit Tracks von seinen „Dreamchaser“ Mixtapes ersetzt hätte. Das Gute ist allerdings, dass dies alles hier ja erst der richtige Anfang ist. Ein Album reicht dem Rapper noch lange nicht. Er arbeitet gegenwärtig an seinem eigenen Label , Dream Chasers Records, und hat bereits drei Künstler unter Vertrag. Scheint, als würde er seine Wunsch-Liste beharrlich abarbeiten und ein ganz klares Ziel verfolgen.

Tracklist Meek Mill „Dreams And Nightmares“

1. Dreams And Nightmares (produced by Tone the Best Bully )
2. In God We Trust (produced by Black Metaphor)
3. Young & Gettin’ It featuring Kirko Bangz (produced by Jahlil Beats)
4. Traumatized (produced by Boi-1da)
5. Believe It featuring Rick Ross (produced by Young Shun)
6. Maybach Curtains featuring Nas, John Legend & Rick Ross (produced by Infamous & The Agency)
7. Amen featuring Drake (produced by Key Wane and Jahlil Beats)
8. Young Kings (produced by Lee Major)
9. Lay Up featuring Wale, Rick Ross & Trey Songz (produced by Kane Beatz and Co-Produced by Ashanti “The Mad Violinist”)
10. Tony Story Pt. 2 (produced by Boi-1da)
11. Who Your Around featuring Mary J. Blige (produced by Tommy „TBHITS“ Brown and Travis)
12. Polo & Shell Tops (produced by Cardiak)
13. Rich & Famous featuring Louie V (produced by Jahlil Beats)
14. Real N***** Come First (produced by Kenoe and Got Koke)

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