Kritik | Dragon Slayer von „Pigeon John“

Küstler:
Pigeon John
Redaktions-Wertung:
Titel:
Dragon Slayer
Release:
15. Juli 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Nicht viele Künstler können von sich behaupten, musikalisch durch die gleiche Schule gegangen zu sein wie Snoop Dogg. Einer dieser Künstler ist Pigeon John. Als Rapper und Sänger stieg er wie viele unbekannte Musiker Anfang der 1990er Jahre bei sogenannten “Open-Mic“ Veranstaltungen im legendären Good Life Cafe in Los Angeles auf die Bühne und performte. Nach vielen Rückschlägen, bei denen er vom Publikum von der Bühne gerufen wurde, setzte sich Pigeon John mit seinen intelligenten, humorvollen und hintergründigen Texten schließlich durch.

Seine vorherigen Alben waren ebenso energiegeladen wie das neue Album “Dragon Slayer“. Doch während die Vorgänger eher von Party und guter Laune geprägt waren, geht es thematisch diesmal ins Reich der Fantasie zum Kampf gegen Dämonen und Drachen. Dabei erzählt er, wie er sein Leben meistert und verpackt diesen alltäglichen Kampf in kleine, mystische Geschichten.

Ganz entscheidend für den Sound von “Dragon Slayer“ ist, dass Pigeon John zum ersten Mal alle Passagen mit Instrumenten gemeinsam mit Herve Salters selbst eingespielt hat. Gleich der erste Titel “The Bomb“ ist nicht nur eine Funk-Granate, sondern auch die erste Singleauskopplung und dazu der Titelsong eines Werbespots. Seine weiche Seite zeigt Pigeon John bei “Buttersoft Seats“ und “Dude, It’s On“.

“Rock Bottom Again“ wird im Background von einigen Blasinstrumenten begleitet, während bei “Before We’re Gone“ die Gitarre dominiert. Nach “Davey Rock It“ folgt eine weitere Soundexplosion mit Stilelementen der funkigen 70er Jahre bei “Hey You“. Persönlich und tiefsinnig wird es bei “So Gangster“. Dabei stellt er selbst die Frage, warum er sich so gut fühlt, obwohl er doch so gangster ist. Danach folgen noch die Titel “To Do List“, “Excuse Me“ und “Ben Vereen“.

Das Album “Dragon Slayer“ bietet sehr viele Facetten von Pigeon John und ist eine echter Geheimtipp für Fans von Funk, Party und cooler Musik.

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