Kritik | Boulevard Of Broken Dreams von „Stylerwack“

Küstler:
Stylerwack
Redaktions-Wertung:
Titel:
Boulevard Of Broken Dreams
Release:
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Er sieht ein wenig aus wie Josh Hartnett, ist mindestens ebenso lässig und wandelt auf den Spuren von Green Day, die auch schon den „Boulevard Of Broken Dreams“ hinter sich gelassen haben: Stylerwack. Der norddeutsche Jung‘ ist seit knapp zehn Jahren musikalisch im Raum Schleswig-Holstein unterwegs und pflegt die Liebe zur Musik, seit er weiß, was Kassetten, Platten und CDs so Wunderbares bergen können. Es ist eine ganz besondere Wertschätzung, die er für den Sound empfindet, der tagein, tagaus sein Leben bestimmt. Und es ist das Motto „Wenn man schon nicht von der Musik leben kann, dann sollte man doch wenigstens für die Musik leben“, was diesen jungen Mann so interessant macht.

Denn alles, was er hätte sagen sollen, doch nie gesagt hat; Alles, was er nie getan hat, doch hätte tun sollen, das hat er auf seinem Erstling „Boulevard Of Broken Dreams“ verewigt. 17 Tracks, die von schönen, aber auch tragischen Geschichten handeln, die persönliche Erfahrungen und Erlebnisse wiederspiegeln und die sich irgendwo zwischen Underground und Mainstream zu Hause fühlen. Stylerwack legt dem Zuhörer sein Leben zu Füßen. Keine Lilalaune-Tracks, die nur von oberflächlichen Themen handeln. Nein, sein Leitfaden sind seine Vergangenheit und seine Zukunft. Ehrlich, ungeschönt und äußerst hörenswert.

Auch wenn der Einstieg mit „Hip Hop“ feat. DJ Klitz nicht ganz so optimal gewählt ist, bietet das Album durchaus interessante Nummern, die sich deutlich von der Einheitsmasse abheben. So zum Beispiel „Counter’s Life“, „Kaltes Herz“ feat. Swantje, „Boulevard Of Broken Dreams“ und „Ich will das du mich liebst“ feat. Politz B. (auch, wenn hier wohl die Rechtschreib-Fee geschlafen hat). Stylerwack holt sich beim Großteil der Tracks Unterstützung von Acts wie Jennifer (Beatshock), Swantje (Kollektiv24) & Catherine sowie DJ Klitz & Politz B. und dem Hamburger Urgestein Illo the Shit. Die meist weiblichen Chorus-Lines bilden einen interessanten Kontrast zu seinen Raps und geben den düsteren Texten einen aussagekräftigen Höhepunkt.

Der Sound ist vielseitig und die 17 Titel bieten eine derart große Bandbreite, dass hier wohl für jeden etwas dabei sein dürfte. Schon die Aufmachung des Covers bzw. der ganzen CD zeigt, dass hier jemand keine halben Sachen mag, sondern auf Facettenreichtum steht. Letztlich will Stylerwack alias Robert Pietsch ja nur eines: „Gehen wir zusammen ein Stück, auf dem Boulevard Of Broken Dreams.“ Die Zigaretten hat er bereits dabei, fehlt nur noch der zündende Funke, der für das nötige Feuer sorgt.

Zum Schluss noch ein kleiner Hinweis: Die Homepage www.Stylerwack.de ist derzeit noch eine Myspace-Seite, wird in den nächsten Wochen aber eine eigene Plattform haben! Vorbeischauen lohnt sich also!

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