Extinction von „Sheek Louch“

Küstler:
Sheek Louch
Redaktions-Wertung:
Titel:
Extinction
Release:
9. Dezember 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

sheek-lounch-cd-bewertungendeIm Frühjahr 2008 kehrte D-Block/The LOX Mitglied Sheek Louch nach dreijähriger Pause mit seinem aktuellen Album „Silverback Gorilla“ zurück auf die Bildfläche und in die CD-Player und erinnerte die Leute daran, dass es neben den Stars Jadakiss und Styles P auch noch einen dritten im Bunde gibt. Es scheint als habe er wieder Geschmack am Veröffentlichen gefunden, den schon im Dezember des selben Jahres legte Sheek mit diesem Mixtape nach. Das Besondere daran ist wohl, dass es viel mehr den Charakter einer EP mit sich bringt, da zum Einen nur 9 Tracks, die auch alle neu produziert wurden, darauf vertreten sind, zum Anderen erscheint die Platte über Koch Records, eine Plattenfirma, die sich eigentlich nur auf Alben spezialisiert. Als Gäste standen für „Extinction (Last Of A Dying Breed)“ Jadakiss, A.P., Bully, S.I. und Snype Lyfe parat, an den Reglern standen u.a. Fresh Prodeuce, Red Spyda, Soul G oder Vinny Idol & Supa Mario.

Ohne Intro wird gleich mit „Can’t Stop“ richtig losgelegt. Passend zum Cover wummern auch hier die Bässe eher dunkel und tief, dazu wirken die Mystery-Hintergrundklänge wie dafür gemacht, werden durch ein paar hellere Bläser wieder etwas aufgelockert. Sheek’s Flow kommt dazu sehr bissig, vielleicht nicht all zu ellegant, aber macht Spaß. „It’s Your World“ hingegen geht eher in die flotte Richtung, woran der schnelle Rhythmus keinen Zweifel lässt. Allerdings kommt auch hier durch ein paar Cuts und ein düster schlagendes Piano eine eher bedrückende Stimmung auf, die insgesamt noch mehr einschlägt als beim vorangegangenen Track. Nach der etwas behäbigen, leider nicht wirklich spektakulären Hustle-Anleitung „Get Ya Ass Up“ (feat. Bully & A.P.), erreicht man die Jadakiss Kollabo „Get Money“, die recht entspannt und angenehm melodisch um die Ecke kommt, dabei auf ein paar akustische als auch elektrische Instrumente setzt und relaxte Reime der beiden Ruff Ryders übers Geldverdienen bietet.

Auch etwas R’n’B kommt nicht all zu kurz, sondern ist in Person von Sänger S.I. auf „Gimme A Light“, der wohl besten Nummer der Scheibe, zu hören. Eine schöne Violinen-/Gitarren-Kombination sorgt für eine Emotionale Untermalung von Sheek’s Rhymes, was dann im Refrain seinen Höhepunkt findet, wenn noch zusätzlich ein Klavier und natürlich S.I. hinzukommen. Auf „Sucka 4 Luv“ macht uns Sheek klar, dass er eben das genau nicht ist, passend unterlegt wird die mit dicken Beats, kraftvoller Melodie und ein paar kreischenden Computerstimmen – sehr fresh! Zu den Highlights lässt sich definitiv auch „Stop Frontin'“ zählen. Wie der Name schon verrät handelt es sich hierbei um eine ernstere Nummer, bei der Sheek’s engagierte Präsenz am Mic den Hörer begeistert, auch das Instrumental mit seiner E-Orgel und massig Synthesizer ist nicht von schlechten Eltern. Die Endphase der Platte ist mit „Put In Work“ und „Til It’s Gone“ eher ruhig gehalten. Besonders Zweitgenanntes kann dabei mit seinem ernsten Sound und noch ernsteren Rhymes von Sheek Louch und den Kollegen Bucky und Snipe Lyfe überzeugen.

„Extinction (Last Of A Dying Breed)“ ist ein mehr als gelungener Naschlag zu „Silverbach Gorilla“. Das Cover hält dabei, was es verspricht und liefert einen harten, jedoch auch abwechslungsreichen Sound. Für jeden Fan von D-Block und den Ruff Ryders dürften die exakt 30 Minuten Musik definitiv eine Investition wert sein, alle anderen müssen selbst entscheiden ob sich der Import für nicht gerade üppige 9 Songs lohnt.

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