Dr. Purp Thumb von „G-Stack“

Küstler:
G-Stack
Redaktions-Wertung:
Titel:
Dr. Purp Thumb
Release:
17. Februar 2009
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

g-stack-dr-purp-thumb-cd-bewertungendeUnd schon wieder haut die Town Thizzness ein Album raus, diesmal von G-Stack, der vor ein paar Jahren ja auch schon ein Album der Thizz Nation Serie übernahm, weshalb es keine Überraschung ist, dass er jetzt beim Tochterlabel unter Vertrag steht. Auch das neue Werk „Dr. Purp Thumb“ beschäftigt sich mal wieder mit seiner Lieblingsgrassorte Purple Haze, das man mit etwas Humor nehmen sollte, was auch unschwer am Cover zu erkennen ist. Passend zum Frühling bringt der Rapper aus Oakland uns frischen und lockeren Hip Hop aus Kalifornien, sodass man mit „Dr. Purp Thumb“ den perfekten Soundtrack für die sonnigen Tage am Start hat.

Als Opener dient „What’s Up Doc“, ein recht basshaltiger Song, in dem auch ein paar Hyphy-Elemente mit verbaut sind, was albumübergreifend allerdings zu den Ausnahmen zählt. Weiter geht’s mit dem recht amüsanten „Dr. Purple Thumb“, das der ein oder andere bestimmt schon von der „Draped Up & Chipped Out 3“ Compilation kennt. Recht lustig ist auch „Callin‘ Da Purplemane“ gemacht. Es klingt vom Style her nach der Titelmelodie einer Superheldenserie aus den 60ern und ist aufgrund dessen einer der herausstechenden Songs des Albums. Auch die entspannte Seite kommt bei einem bekennenden Smoker wie G-Stack nicht zu kurz. „Talk Of Da Town“ zusammen mit den Kollegen J. Stalin und Deev Da Greed wäre eines dieser Stücke, das dank seiner chilligen Gitarrenmelodien und dem relaxten Groove perfekt dazu geeignet ist, dass man es sich irgendwo draußen im Liegestuhl anhört.

Selbst eine Art Lovesong lässt sich auf „Dr. Purp Thumb“ finden und was würde sich da als Sample besser eignen, als der Hip Hop-Lovesong schlechthin: „I Need Love“ von LL Cool J? Genau diese allseits bekannte Melodie begleitet G-Stack, Mike Frost und Deev Da Greed auf „I Fell In Love Wit‘ A Hoe“, wobei hier wohl der gesungene Chorus von Mike Frost das Highlight ist. Ebenfalls dem Theme Liebe ist „Me ‚N My Chick“ gewidmet, allerdings ist das Instrumental recht schnell, wegen tiefer Kickbeats und dem Refrain von Sänger Harm kommt allerdings noch ein emotionaler Part zu G-Stack’s Rhymes im Bonnie-&-Clyde-Style. Was an diesem auch immer wieder schön anzuhören ist, ist der recht freche Humor von G-Stack. So bezeichnet er sich z.B. auf „Just Give It To Me“ selbst als George W. Kush. Dies ist jedoch nicht das Einzige, weshalb sich der Song lohnt. Ein doch sehr entspannter und frühlingshafter Sound und der dazu passende Gesang von Feature Icon sorgen dafür, dass auch dieser Track wie die vorangegangenen am Besten für die sonnigen Tage geeignet ist.

Wer es etwas härter mag, ist dagegen bei „Money Pile“ an der richtigen Adresse. Ein Mix aus flottem E-Orgelspiel mit etwas Piano, dazu ein paar Claps und die Verse von Mistah F.A.B., Pretty Black, Deev Da Greed und selbstverständlich G-Stack, was für etwas Abwechslung unter den doch meist recht melodischen und relaxten Songs sorgt. Etwas überraschend wäre der Club Track „Gas Nation“, der von seiner Art nicht unbedingt ins Konzept des Albums passt, aber dennoch wirklich Spaß macht, was trommelnden Beats in hohem Tempo und den Raps von G-Stack und D.O.T., die wie aus der Pistole geschossen kommen, zu verdanken ist. Zu guter Letzt lässt sich auch noch die Bay Area Legende Too Short auf „Dr. Purp Thumb“ blicken. Wie man sich denken kann, prollt der Pimp auf „Purple City“ was das Zeug hält. G-Stack kann da zwar nicht ganz mithalten, sieht dank des tollen, mit vielen Streichern gestalteten Instrumentals aber auch ganz gut aus.

Abzüglich der Skits bietet „Dr. Purp Thumb“ stolze 18 Lieder, von denen höchstens 3 Stück als Lückenfüller zu bezeichnen sind. Ansonsten erhällt man ein angenehm melodisches und West Coast typisches Album, das allerdings auch Abwechslung und noch den ein oder anderen Gast wie Messy Marv oder Keak Da Sneak bietet. Fans von G-Stack werden garantiert auf ihre Kosten kommen, aber auch der generelle Liebhaber von Rap aus Oakland sollte unbedingt einmal in „Dr. Purp Thumb“ reinhören.

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