Da Muzicianz von „Da Muzicianz“

Küstler:
Da Muzicianz
Redaktions-Wertung:
Titel:
Da Muzicianz
Release:
16. Juni 2006
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

da-muzicianz-da-muzicaniz-cd-bewertungendeEigentlich kennt man D-Roc als zweite Hälfte der Ying Yang Twins, neben Buddy Kaine. Nach dem recht erfolgreichen 2005 der Twins mit den beiden Alben „U.S.A.“ und „U.S.A. Still United“ folgte ein Jahr später das self-titled Debüt von D-Roc’s Projekt Da Muzicianz, welche aus ihm und seinen Homies Da Birthday Boy und Mr. Ball bestehen. Im Großen und Ganzen unterscheidet sich ihre Musik nicht groß von der der Ying Yang Twins. Produziert wurde „Da Muzicianz“ von Mr. Collipark, Cheesy und Midnight Black, als Gäste sind u.a. Fabo von D4L, Countrie Biggz, Geeskie und Kaine mit an Bort und unterstützen die drei.

Der Anfang von „Da Muzicianz“ fällt leider eher bescheiden aus. Opener „Bust It Wide Open“ kann mit tiefen Beats und einer düsteren Melodie, sowie einem coolen Hook und aggressiven Rhymes überzeugen, das war’s dann aber erst mal. Was danach kommt, ist doch sehr mager. „Crazy Man“ (feat. Geeskie, Kuzin Big Boyy & Countrie Biggz), „Til Yo Back Git So'“ (feat. Geeskie) und „Girls I Know“ (feat. Fabo) haben alle recht langweilige, eintönige und teils auch nervige Instrumentals, wenn dann noch Rapper dazu kommen, die nicht unbedingt die stärksten am Mic sind, macht das Ganze relativ wenig Spaß und man skippt schon bald. Einen überraschenden Aufschwung gibt’s mit dem einzigen soften Song, nämlich „Hush“. Ruhig, gefühlvoll und sehr R’n’B lastig klingt zwar nicht nach der großen Stärke der Muzicianz, ist aber überraschend gut gelungen, vor Allem der smoothe Refrain ist ein Gedicht.

Den ersten wirklichen Kracher gibt es erst mit Single „Camera Phone“, welches in der Mitte des Albums zu finden ist. Ein typischer Mr. Collipark Banger mit mächtig Bass und Melodien, die jeden Club zum Rocken bringen und natürlich passen die einfachen Rhymes der drei auch perfekt dazu. „Strip Leader“ folgt ähnlichem Prinzip, ist jedoch etwas weicher. Als Gast ist hier neben Smitty J auch der zweite Twin in Form von Kaine mit dabei und fügt sich perfekt ein, sodass man merkt, dass er einfach der beste Partner für D-Roc ist, wobei man auch den andern zugestehen muss, dass sie ihren Job nicht schlecht machen. „On Me“ bounced auch nicht schlecht, was der Kombination aus futuristischen Klängen gepaart mit Crunk und tiefen Beats zu verdanken ist. Insgesamt ein ganz netter Song, aber kein wirkliches Highlight. Massig Crunk bekommt man auch mit dem „Get Dumb“ Remix. Sehr elektrisch, sehr hart, sehr clubtauglich.

„Get Yern“ kennt man ja bereits schon von „U.S.A. Still United“. Es ist eher im Bounce Style gehalten und ist daher eine nette Abwechslung zu den Crunk-Tracks, auch wenn nur Kenner den Unterschied erkennen sollten. Besonders die schnellen Raps von Da Birthday Boy, Mr. Ball und D-Roc kommen hier sehr fresh, aber auch das Gesamtblid überzeugt. Nach dem etwas weicheren, aber dennoch flotten und fröhlichen „Pop That“ findet „Da Muzicianz“ mit „Gyrate“ sein Ende. Kickbeats und Snaps, die etwas an „Git It“ und „Wait“ erinnern, allerdings einen deutlich höheren Takt haben, wozu im Hook noch nette Scratches kommen. Auch die Rapweise ist hier besonders. Mal gibt es Gesang, mal etwas Whisper Style, mal rappen sie ganz normal. Insgesamt muss man den Track jedoch als Geschmackssache abstempeln, da er einem doch recht schnell auf die Nerven gehen kann.

Für ein Debüt wurde „Da Muzicianz“ ganz nett, mehr nicht. Es fehlt an Abwechslung und neuen Ideen, also genau das, was besonders „U.S.A.“ der Ying Yang Twins ausgezeichnet hat. Man spürt hier eindeutig, dass D-Roc einfach am Besten mit Kaine harmoniert und alleine eher Durchschnittskost produziert. Wer schon alles von den Ying Yang Twins hat und unbedingt mehr möchte, der kann sich das Album der Muzicianz sicher mal zulegen, alle anderen sollten gründlich reinhören, bevor sie zuschlagen.

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