Clipse Presents: Re-Up Gang von „Re-Up Gang“

Küstler:
Re-Up Gang
Redaktions-Wertung:
Titel:
Clipse Presents: Re-Up Gang
Release:
8. August 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

re-up-gang-cd-bewertungende2006 überraschten die Jungs von Clipse mit einem richtig starken Comeback nach über vierjähriger Pause nun ist auch endlich das Debüt ihres Nebenprojekts Re-Up Gang, bei dem noch zusätzlich ihre Buddies Ab-Liva und Sandman in der Crew vertreten sind, in den Läden zu finden und trägt den einfachen Namen „Clipse Presents: Re-Up Gang“. Anders als es sonst bei Clipse üblich ist, wurde hier kein einziges Lied von den Neptunes produziert, dafür übernahmen die Sleepwalkers einen Großteil der Arbeit. Dagegen blieb lyrisch eigentlich alles beim Alten, denn wie auch bei „Hell Hath No Fury“ dreht sich hier fast alles um Drogen, im Artwork sind Kokain und Crack abgebildet und die einzelnen Tracks sind nicht einfach nur als Zahlen ausgedrückt, sondern in Gramm ausgezeichnet. Dieses Konzept ging schon einmal gut auf, nun auch wieder?

Schon das fantastische Intro lässt keine Zweifel daran aufkommen, dass es die Clipse-Brüder Malice und Pusha T auch ohne Pharrell und Chad hinbekommen können. Es beginnt zunächst düster, verändert dann jedoch komplett seinen Klang und artet zur Bläser dominierten Soundbombe aus, bei der allerdings auch sehr deutlich wird, dass Ab-Liva und Sandman doch um Einiges hinter Malice und Pusha T stehen, was die Skills angeht. Auch „Million Dollar Corner“ setzt auf sehr viel instrumentale Untermalung, erneut auf viele Bläser, aber auch ein paar Streicher und E-Gitarren sind herauszuhören. Passend zu diesem Stück lassen es die Jungs aus Virginia Beach und Philadelphia etwas entspannter angehen, was sich dann auch auf den Hörer überträgt. Dass sich „Street Money“ um Illegalitäten dreht hört man schon am Titel, das Stück ist dementsprechend düster und verschickt gemacht, von vorne bis hinten drücken abgefahrene Synthies, die einem den Drogensumpf fast perfekt musikalisch darbieten.

Nach der recht flotten Scott Storch Produktion „Fast Life“ erreicht man mit „My Life’s The S***“ ein echtes Bassmonster, das durch ein dunkle Violinen auch noch einen imposanten Part hinzubekommt. Auch hier wird der Klassenunterschied zwischen Clipse und dem Rest der Re-Up Gang sehr deutlich, da Malice und Pusha jedoch hier, wie auch auf dem Rest der Platte, eindeutig die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, macht das recht wenig aus. „Bring It Back“ lässt es etwas ruhiger angehen, kommt schon richtig bedrückend daher, was neben den ernsteren Rhymes besonders einem sonarähnlichen Piepton und immer wieder einsetzenden E-Gitarrenriffs zu verdanken ist. Einen der besten Tracks liefert uns das Quartett mit „We Know“. Ein gelungener Mix aus synthetischen Klängen mit einigem an Trompeten bietet die lässige Begleitung zu den Versen über Koks, Kohle und Co. Dem folgt mit „Money“ ein weiterer, sehr basshaltiger und elektrischer Höhepunkt des Albums, bevor man so langsam aber sicher auf das letzte Viertel des 12 Song starken Werkes zusteuert.

„Been Thru So Much“ zeigt die etwas emotionalere Seite der Re-Up Gang. Die Geschichten, über das was sie so alles erlebt haben, werden von einem klasse Stück aus gefühlvollen Pianoeinsätzen mit den abermals vertretenen Violinen unterlegt, was der Stimmung doch sehr dienlich ist und den Ernst gut rüberbringt. „Still Got It For Cheap“ spielt etwas auf ältere Songs von Clipse bzw. die „We Got It 4 Cheap“ Mixtape-Serie der Re-Up Gang an. Dies geschieht auf ebenfalls etwas ruhigere Art und Weise, der es jedoch etwas an Spektakel fehlt und nur Pusha T und sein Bruder Malice mit ihrem einzigartigen Style das Lied vor dem Prädikat langweilig bewahren. Dafür zeigen sie sich alle vier zum Ende auf „Show You How To Hustle“ umso engagierter und erläutern uns über einen rhythmischen Beat, wie man an Geld kommt.

Die Re-Up Gang hat mit ihrem Debüt eigentlich fast alles richtig gemacht. Ausfälle gibt es keine zu verzeichnen und auch ein paar Perlen sind zu finden. Leider fehlt es insgesamt jedoch etwas an Abwechslung und an herausstechenden Tracks. Da hätte man vielleicht doch nicht ganz auf die Neptunes und ihren Riecher für Hits verzichten sollen. Jedem dem das letzte Clipse Album „Hell Hath No Fury“ gefallen hat, sollte auch dieses Werk liegen, da es den selben Weg weitergeht. Außerdem ist es perfekt dafür geeignet, die Wartezeit bis zur neuen Platte der Brüder aus Virginia Beach angemessen zu überbrücken.

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