Back By Blockular Demand von „Boss Hogg Outlawz“

Küstler:
Boss Hogg Outlawz
Redaktions-Wertung:
Titel:
Back By Blockular Demand
Release:
16. September 2008
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

boss-hogg-outlawz-back-by-blockular-demand-cd-bewertungendeYoung Black, PJ, Chris Ward, J. Dawg, Killa Kyleon und Slim Thug, das sind die Boss Hogg Outlawz. Ungefähr ein Jahr ist es her als sie mit „Serve & Collect“ auf sich aufmerksam machen konnten, nun steht Teil 2, welches mit vollem Titel „Serve & Collect II (Back By Blockular Demand)“ heißt, in den Läden. Im Großen und Ganzen hat sich nicht viel geändert. Hauptproduzent ist wieder einmal Mr. Lee und auch die Gästeliste hält sich mit Lil Keke und Ray J stark in Grenzen, doch eine Crew aus sechs Leuten braucht ja eigentlich auch nicht mehr Unterstützung. Sound technisch darf man also nicht all zu große Weiterentwicklungen erwarten, dafür wird diese Platte garantiert allen gefallen, die den Vorgänger mochten.

Ohne unnötiges Intro, sondern gleich mit einem echten Kracher geht es los. „No Ceiling“ donnert kraftvoll und sehr elektrisch auf einen zu, ist dabei jedoch im entspannten Midtempo gehalten. Slim Thug legt mit seinem einmaligen Organ gleich mal gut vor, doch auch die Kollegen stehen ihm in nichts nach. Ähnlich hart geht es mit „Like Me“ (Slim Thug, Killa Kyleon & PJ) weiter, bevor man mit „Lookin‘ Clean“ eine Texas typisch relaxte Nummer zu hören bekommt. Hauptsächlich mit Orgel und Bass, noch dazu Screw-Vocals gestaltet ist das doch sehr melodisch und chillig, was sich auch in den Versen Slim Thug, Killa Kyleon und Young Black widerspiegelt. Etwas dynamischer ist „Living Without“, das durch sein Geigenspiel sehr energiegeladen aus den Boxen kommt, was abermals perfekt zur Stimme des Slim Thugga passt.

SwishaHouse-Member Lil Keke ist als eines der nur 2 Features des Albums auf „Time“ vertreten. Drückende Synthie-Beats unterlegt mit mystischen und traurigen Melodien, sowie die ernsten Rhymes von Keke und J. Dawg machen den Track zu einem echten Highlight. Auch „Rap Reality Show“ geht mit seinen Streichern und dem eher dunklen Sound eindeutig in die etwas ernstere und emotionalere Richtung und zeigt einen Killa Kyleon, der es auch Solo perfekt drauf hat und ein eigenes Album nun mehr als verdient hätte. „Keep It Playa“ war die erste Single von „Serve & Collect II“ und bietet mit Ray J ein Feature, der es im Moment zu einer Art zweitem Frühling schafft und auf so ziemlich jedem KOCH-Album vertreten ist. Wie man sich bei diesem R’n’B Künstler schon denken kann, fährt auch der ganze Song in die eher softe und melodische Schiene, ist insgesamt ganz nett, aber zählt jetzt nicht zu den stärksten Tracks.

Nach solch einer entspannten Phase eignet sich am Besten etwas flotteres und genau das bekommt man mit „Give Me Some“ von PJ, Chris Ward, Slim Thug und Killa Kyleon. Sehr düster dagegen ist „Keep It 1000“, was auch durch kirchenähnliche Frauengesänge hervorgerufen wird. Am Mic steht hier hauptsächlich Chris Ward, doch auch Slim Thug greift im Hook mit ein, wenn auch nur mit einem schlichten „Haahhh!“. Auch PJ darf sich einmal auf eigene Faust probieren. Sein „Wet Paint Dripin'“ überzeugt mit wuchtigen Beats, vielen elektrischen Elementen und ein paar Pfeiftönen, die für etwas Abwechslung sorgen. Nicht nur das Instrumental ist hier erste Sahne, auch auf der künstlerischen Seite passt alles.

Das nun so langsam aber sicher kommende Ende wäre wieder von ernsterer Natur. Den Anfang mach hier das wunderbar mit Piano ausgestattete „I’m A G.“ ( Young Black, PJ & J-Dawg), gefolgt von dem spirituellen „Lord I Know“ (Young Black, J-Dawg & PJ), welches passender Weise wieder verstärkt auf eine Orgel setzt. Hinter diesem befindet sich noch ein Hidden Bonus Track mit dem Titel „It’s Going Down“, eine Solo-Nummer vom Boss persönlich. Auf einer imposanten und pumpenden Produktion ist der Slim Thugga genau in seinem Element und weiß sein brachiales Organ perfekt einzusetzen, sodass wir am Ende den besten Song der Platte haben, welcher den Wunsch nach der Veröffentlichung von seinem nächsten Album „Boss Of All Bosses“ für Houston-Fans ins Unermessliche steigen lässt.

Wie Man es von H-Town gewohnt ist, wurde auch hier wieder Maßarbeit geliefert, wie man es sich wünscht. Etwas härter, aber auch mit dem gewissen Chillfaktor, ganz nach dem Motto „Smokin & Leanin“. Auch wenn Slim Thug wieder einmal allen die Show stiehlt, kann auch der Rest der Boss Hogg Outlawz überzeugen und ist nicht wie so oft nur der Anhängsel eines Stars. Jeder der auf Musik aus dem Staat der Cowboys steht kann mal zugreifen, der gewöhnliche Down South Liebhaber sollte vielleicht ein paar Hörproben nehmen.

Verwandte Artikel

  • Keine verwandten Artikel gefunden

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

n/a