Aceyalone & The Lonely Ones von „Aceyalone“

Küstler:
Aceyalone
Redaktions-Wertung:
Titel:
Aceyalone & The Lonely Ones
Release:
27. März 2009
LeserInnen-Wertung:
Genre:
Web:
keine Angaben

aceyalone-the-lonely-ones-cd-bewertungen-deOld School der etwas anderen Art liefert uns Westküstenveteran Aceyalone mit seiner neuen Platte „Aceyalone & The Lonely Ones“. Er reist mit seinem Sound nicht 10 oder 20 Jahre in die Vergangenheit, sondern stolze 50, als gerade Doo-Wop, R’n’B, Blues und Rock’N’Roll angesagt waren. Und genau diese erste Black Music Szene nahm er sich zum Vorbild und legte deren Style neu auf. Was zunächst außergewöhnlich und riskant klingt, gelingt jedoch hervorragend und bietet mal etwas komplett Neues (oder eher Altes?). Lyrisch zeigt sich der Mann aus Los Angeles selbstsicher wie eh und je, bringt dabei Songs, die in erster Linie Spaß machen sollen, allerdings auch einen gewissen intellektuellen Anspruch haben. Nun genug der Worte, rein mit der Disc in den Player!

Nach einem kurzen Intro, das uns das Gefühl gibt, bei einer Live-Vorstellung dabei zu sein, beginnt die Platte so richtig mit „Lonely Ones“. Sofort wenn Schlagzeug und Bass anfangen zu spielen und der Backgroundgesang einsetzt, fühlt man sich in eine Zeit versetzt, die man zwar nicht miterlebt hat, sich aber nun sehr gut vorstellen kann. Aceyalone liefert eine sehr souveräne Vorstellung dazu und zeigt, dass moderner Rap auch gut mit Doo-Wop funktionieren kann. Mehr in Richtung Blues geht das sehr flotte „Cant Hold Back“ zusammen mit Sängerin Treasure Davis. Beide harmonieren wirklich wunderbar über dieses Stück, das einen fast automatisch auf die Tanzfläche zieht. Ähnliches ist bei „What It Wuz“ der Fall. Hier ist als Unterstützung noch Bionik dabei, der dem Ganzen noch eine Prise Soul verleiht.

Größtes Highlight von „Aceyalone & The Lonely Ones“ dürfte wohlt „Step Up“ sein, bei dem Treasure Davis erneut mit von der Partie ist und diesem chilligen Doo-Wop Song sein gewisses Etwas verleiht. Insgesamt eine Nummer, die einen von Anfang bis Ende fesselt, sofern man einen Sinn für gute Musik hat. Der „Step Up“ Remix hingegen verbindet Rock mit Blues und klingt daher sehr Country mäßig, was die doch recht großgeschriebene Abwechslung widerspiegelt. Auch die politische Seite kommt hier nicht all zu kurz. „Power To The People“ dürfte der Track mit der meisten Ausstrahlung sein. Passend zum Titel geht es hier mit E-Gitarren und Schlagzeug recht kraftvoll zu Sache, Aceyalone spielt seine ganze Klasse am Mic aus und auch die Backgroundsänger machen einen erneut perfekten Job. Zum Schluss klingt die Scheibe mit der etwas Rock’N’Roll lastigen Nummer „Push N‘ Pull“ toll aus, bevor das Outro die Show des Aceyalone beendet.

Die einzig größere Kritik für dieses Werk muss man an die Spielzeit richten, denn eine Rotation von gerade einmal einer halben Stunde ist alles andere als viel, da hilft auch die beiliegende DVD nicht drüber hinwegzusehen. Allerdings ist natürlich auch fraglich, ob dieses musikalische Experiment bei einer doppelten Länge auch so gut funktioniert hätte. Die Songs, die man geboten bekommt, sind allesamt sehr außergewöhnlich, allerdings auch sehr gut und passen so auch perfekt zum deutschen Publisher Groove Attack. Noch kommt der günstige Preis hinzu, der jeden Musikliebhaber zum Kauf bewegen sollte.

Verwandte Artikel

  • Keine verwandten Artikel gefunden

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a