Kritik | Wir sind Deine Jugend von „Deine Jugend“

Küstler:
Deine Jugend
Redaktions-Wertung:
Titel:
Wir sind Deine Jugend
Release:
22. Oktober 2010
LeserInnen-Wertung:

Deine Jugend ist eine Band aus Mannheim. Der Musikstil des Trios ist nicht leicht einzuordnen. Um es einfacher zu gestalten, kann man es als Syntiepunk bezeichnen gepaart mit einer großen Portion Pop. Es erscheint eine neue musikalische Entwicklung in Deutschland zu geben. Weg vom Casting-Show Wischi-Waschi.

Die Vertreter der neuen deutschen Musik sind „Deine Jugend“. Der Werdegang der Band ist nunmehr ein anderer als der übliche mancher Künstler. Hier bedingte man sich einfach der Internetplattform MySpace. Dort räumte das Trio richtig ab. Weiter ging es mit Youtube und Facebook. Nach einer erfolgreichen EP stellen sich Deine Jugend nun mit ihrem Album „Wir sind Deine Jugend“ vor.

Kaum wird die Scheibe abgespielt, sollte man die Lautsprecher aufdrehen. Eingängiger Beat und frecher Text. Insgesamt beinhaltet die CD vierzehn Titel, die zwar alle ihren eigenen Charakter aufweisen, im Gesamtbild jedoch gut harmonieren. Jeder, der behauptet, dass man sich mit „Deine Jugend“ mit über 30 Jahren nicht mehr identifizieren kann, liegt schlichtweg falsch. Stilistisch finden sich immer wieder viele kleine Einspieler, welche an die Musik der 1980er und der 1990er Jahre erinnern. Zeitweilig könnte man sogar einen Vergleich zu Fräulein Menke oder Ideal ziehen. Da fühlt man sich in seine Jugend zurückversetzt.

Der erste Song „Deine Jugend“ hämmert gleich ins Ohr. Gefolgt von „Mama geht jetzt steil“ bilden die zwei Titel den perfekten Einklang für die Reise in Deine Jugend. „Ein kleiner Schritt“ ist der folgende Titel. Hier reicht lediglich ein Wort aus, um ihn zu beschrieben: GENIAL. Der absolute Kracher auf dem Album bildet „Sonnenbrille im Club“. Ein tanzbarer Titel zum Mitsingen. Und wer von euch war noch nicht mit Sonnenbrille im Club? Während „Deine Maske“ leisere und romantischere Töne anstimmt. Danach ist einem zum „Feiern“ zumute. Da könnte man glatt ein wenig „Panik“ bekommen.

Obwohl das Lied „Alles zerbricht“ traurig und somit auch ruhiger ist, besticht es durch den herausragenden Text. Im Übrigen geht nicht nur die Mama steil, sondern auch „Papa geht jetzt geil“. Der nächste Track „Rock the Basement“ erinnert an „Intergalactic“ von den Beasti Boys. Mit „Schalt mich ein“ schießt Deine Jugend den Vogel ab. Klasse Song. „Home alone“ finde ich persönlich nicht so passend, jedoch ist die Umsetzung des Titels fantastisch. Mit „Cinnamon“ wird es englisch. Den Schluss bildet „Kleines Lied“.

Um das Album zu beurteilen, bleiben einfache Worte. Spritzig. Neu. Frech. Genial. Deine Jugend hebt sich ganz klar von der Masse ab. Man kann nur hoffen, dass man noch mehr von ihnen auf die Ohren bekommt.

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