Welcome To Medina von „Medina“

Küstler:
Medina
Redaktions-Wertung:
Titel:
Welcome To Medina
Release:
23. Juli 2010
LeserInnen-Wertung:
Web:
keine Angaben

Germanys Next Topmodel war hierzulande ihr großes Sprungbrett, denn in der Castingshow war ihre Single „You And I“ erstmals zu hören: Medina, die mit bürgerlichem Namen Andrea Fuentealba Valbak heißt. Mit „Welcome To Medina“ präsentiert die dänische Durchstarterin jetzt ihr drittes und zugleich erstes englischsprachiges Album und rollt die internationalen Charts von hinten auf. Die Sängerin, die sich eigentlich auf R&B und Hip-Hop spezialisiert hat, setzt auf die elektronische Erfolgsflut und surft auf einer bass-lastigen Welle Richtung Chartspitze.

Opener des Albums ist der gleichnamige Titelsong und der fackelt nicht lang. Der Beat peitscht direkt los, die Melodie ist eingängig und Medinas Stimme unverkennbar. Das „Welcome To Medina“ möchte man nur allzu wörtlich nehmen. Es folgt die Hit-Single „You And I“, die in Dänemark unter dem Titel „Kun For Mig“ erschienen ist und sich unglaubliche 52 Wochen auf Platz 1 gehalten hat! In Deutschland befindet sie sich derzeit auf Position 10, ist bei YouTube aber in zahlreichen weiteren Remixes vertreten, die sich hören lassen können.

Mit „Addiction“ wird es dann etwas ruhiger, bleibt aber elektronisch. Der Song geht, wie die zwei Vorgänger, direkt ins Ohr und in die Beine. „Lonely“, die zweite Single-Auskopplung, steht dem in nichts nach, klingt aber auch nur minimal anders. Das Prinzip ist immer das gleiche: Tanzbarer Beat, eingängiger Refrain und ein bisschen „You And I“ in jedem Song. So verwundert es nicht, dass „6 AM“ die gleiche Schiene fährt. Nett, aber ein bisschen langweilig und etwas zu kommerziell.

Bei Track 6 „In Your Arms“ glaubt man anfangs eine Ballade zu hören und freut sich schon fast, bis da wieder der böse Beat einschlägt und Medina einen förmlich mit Gewalt auf die Tanzfläche zerrt. „Happy“ ist dann endlich eine nette Abwechslung, denn hier geht es tatsächlich mal ein wenig sanfter zur Sache. Und hey – das funktioniert richtig gut, die Nummer gefällt. Für mich der zweite Anspieltipp nach „You And I“. „The One“ ist ähnlich ruhig, aber nicht sonderlich spektakulär. Ähnlich ergeht es „Gutter“, wobei der Refrain die Single ein wenig rettet. Mit „Selfish“ legt Medina dann wieder richtig los, leider nicht ganz so erfolgreich wie bei den ersten beiden Tracks auf dem Album, bevor es mit „Execute Me“ wieder beschaulicher wird. Die letzte Nummer ist aber nicht so stark wie der Opener und geht ein wenig unter.

Als Bonus Track präsentiert Medina einen Accoustic Mix von „You & I“ und hier hört man erstmals richtig, was für eine tolle Stimme die Frau hat. Schade, dass sie auf dem gesamten Album die meiste Zeit verfälscht wird und sich teilweise billigen Beats beugen muss. Potenzial hat die dänische Schönheit in jedem Fall. Hoffen wir, dass sie es auf ihrem nächsten Album noch mehr unter Beweis stellen kann.

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