Kritik | Wonderland von „Channel X“

Küstler:
Channel X
Redaktions-Wertung:
Titel:
Wonderland
Release:
21. September 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Es war einmal, vor vielen, vielen Jahren … kaum zu glauben, dass die Geschichte von „Alice im Wunderland“ tatsächlich fast 150 Jahre auf dem Buckel hat. Lewis Carroll hat das Kinderbuch 1865 veröffentlicht und die Begeisterung für den verrückten Hutmacher, die Grinsekatze und überhaupt das Wunderland ist nach wie vor ungebrochen.

Auch bei den Berliner Partylieblingen Channel X. Ihr zweites Album entführt nämlich nicht nur auf dem Cover in die Welt von Alice. Nein, sie liefern vielmehr einen musikalischen Einblick in den Hasenbau und die Welt dahinter. Insgesamt 13 Ttracks begleiten Alice von der Ankunft bis hin zum Verlassen des Wunderlandes. Das alles aber nicht in buntem Pop, sondern – wie man es von Channel X gewohnt ist – in guter, alter Tech bzw. Deep House-Manier.

Vocals werden äußerst sparsam eingesetzt, im Vordergrund stehen atmosphärische Sounds (gern auch mal mit Streichern), deepe Akkorde, Percussions und eine durchweg funkige Bassline, mit der man sich das Wunderland auch gut als gigantischen Dancefloor vorstellen kann. Die Dramatik steigert sich allerdings von Titel zu Titel. So, wie sich die Wege von Alice mit den unterschiedlichsten Charakteren kreuzen. Geht es bei „Cheshire Cat“ noch lasziv zur Sache, wird bei „Maniac“ und „Evil“ das Böse in Form der Herzkönigin beinahe greifbar. Danach wird es wieder sanfter, housiger. Natalie oder Björn Störig sind als dezente Vocalists zu hören.

„Leaving“ läutet dann das große Finale ein. Mit tropischen Klängen und einem kaum spürbaren Abschiedskuss. Damit wird man aus einer wirklich verzauberten Welt entlassen, in die man sich aber gott sei Dank mit nur einem Klick bzw. Knopfdruck wieder hineinfallen lassen kann.

Tracklist
01. Arriving (Original Mix)
02. Feelings (Original Mix)
03. Headless (Original Mix)
04. Cheshire Cat (Original Mix)
05. Maniac (Original Mix)
06. Evil (Original Mix)
07. Scope (Original Mix)
08. Slowly Falling Leaf feat. Natalie (Original Mix)
09. Elysium feat. Niko Schwind (Original Mix)
10. Teatime (Original Mix)
11. Cantrip feat. Björn Störig (Original Mix)
12. Delight (Original Mix)
13. Leaving (Original Mix)

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