Kritik | Warrior von „Ke$ha“

Küstler:
Ke$ha
Redaktions-Wertung:
Titel:
Warrior
Release:
30. November 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Mit dem internationalen Ohrwurm  „TikTok“ hat alles begonnen, nun meldet sich Paradiesvogel Ke$ha als Kriegerin zurück. Zwei Jahre nach „Animal“ kämpft sie sich mit ihrem zweiten Album „Warrior“ zurück ins Geschehen. Immer noch bunt, etwas zu laut und wunderbar rotzig. Dabei kommt es einem so vor, als wären die letzten 24 Monate eine kleine Ewigkeit gewesen. Ke$ha zeigte sich zwischendrin immerhin fast schon züchtig auf roten Teppichen und war ungewohnt ruhig.

Dafür kann sie bei „Warrior“ jetzt wieder aus den Vollen schöpfen. Hier treffen Dance, Pop und elektronische Sounds aufeinander. Und zwischendrin tönt eine Ke$ha, die einfach nur Spaß hat und dazu aufruft, das Beste aus jedem Moment, jeder Nacht zu machen („Die Young“). Auch beim Opener und Titelsong „Warrior“ geht es alles andere als ruhig zu. Es wird ordentlich mit Beats und Bässen geschmissen, Ke$ha hat aber alles unter Kontrolle. Auch bei „C’Mon“, das stellenweise fast 1:1 wie „Tik Tok“ klingt.

Etwas ruhiger wird es dann erst bei „Crazy Kids“, Titel Nr. 5. Das aber auch nur zum Anfang und zum Ende hin. Der Mittelteil hat eine dezente Menge Feuer unter dem Hintern. „Wherever You Are“ hingegen zeigt sich da schon über die gesamte Laufzeit etwas langsamer. Kommt aber ebenfalls nicht ohne Dancebeats aus. Das Wort „balladesk“ braucht man deshalb nicht mal zu murmeln. Das lohnt sich nicht. Eine schmusige Ke$ha wäre auch irgendwie merkwürdig gewesen. Aber Überraschung: Bei „Wonderland“ begegnet man genau dieser. Wenn auch nur für einen Song. Hier zeigt sich, dass Ke$ha viel mehr als nur schnell reden und schreien kann. Sie hat eine wirklich tolle Stimme, die inmitten all des Drumherums manchmal ein bisschen unterzugehen scheint.

Dennoch lebt „Warrior“ von der vorlauten, schnoddrigen Attitüde der 25-Jährigen, rockigen und elektronischen Parts und jeder Menge schnell eingängigen Melodien. Aber auch einzelnen, ruhigen Perlen, die dem Album einen vielfältigen Schliff verleihen. Neben Ke$ha selbst, die einige der Songs des neuen Longplayers schrieb, arbeitete eine Vielzahl von großartigen Songwritern und Musikern an „Warrior“: will.i.am, Max Martin, Benny Blanco, Cirkut, Bonnie McKee, Wayne Coyne, Iggy Pop, Patrick Carney, Ben Folds, Greg Kurstin, Kojak, Ammo und Billboard.

Anspieltipps:

„Dirty Love“
„Wonderland“
„Only Wanna Dance With You“
„Supernatural“
„All That Matters“

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