Kritik | Under The Sun von „Ida Corr“

Küstler:
Ida Corr
Redaktions-Wertung:
Titel:
Under The Sun
Release:
15. April 2011
LeserInnen-Wertung:

Der Kracher-Hit „Let Me Think About It“ verhalf Ida Corr aus dem beschaulichen Aarhus in Dänemark 2007/2008 zum großen Durchbruch. Nach etlichen Auftritten im TV (als Mitglied diverser Bands) und zwei mäßig erfolgreichen Alben war es schließlich der Remix von Fedde Le Grand, der dafür sorgte, dass die Sängerin mit gambischen Wurzeln unglaubliche 53 Wochen in den deutschen Charts präsent war. Trotz deutlich gestiegenem Bekanntheitsgrad schaffte ihr drittes Album „One“ aber ausschließlich in ihrer Heimat Dänemark den Einstieg in die Hitlisten. Da half auch die eigentlich recht erfolgreiche Single „Ride My Tempo“ nichts.

In den letzten Jahren war Ida Corr aber keineswegs untätig. Sie hat fleißig an ihrem vierten Album „Under The Sun“ gearbeitet, aus dem bereits im Sommer 2009 eine erste Teaser-Single veröffentlicht wurde. „I Want You“ war dabei schlau gewählt, denn der Track zählt zu den stärksten Ohrwürmern der Scheibe und legt ordentlich vor. Dennoch konnte sich der Song nur zwei Wochen in den deutschen Charts halten und enttäuschte.

Deshalb startet Ida Corr jetzt einen erneuten Angriff an und hat am 15. April offiziell ihr neuestes Werk veröffentlicht. Alle zwölf Tracks wurden von Christian Von Staffeldt alias MoTrack produziert und bieten eine große Bandbreite an Dance, Electro, Pop und R&B. Der Einstieg ist allerdings ein wenig holprig, denn „Bring The Beat Back“ hat so seine Schwierigkeiten. Zumindest in den ersten Sekunden. Danach erweist sich die Nummer als das, was sie verspricht: Sie macht Lust aufs Tanzen und bleibt im Kopf. Die folgenden Titel schließen daran an und erfüllen ihre Mission mal mehr, mal weniger.

Obwohl sich Ida beim 3. und 4. Song Unterstützung von Shaggy und Kuku Agami geholt hat, bleiben beide Titel hinter ihren Möglichkeiten zurück. Ein wenig träge und nur wenig melodiös will der Funke nicht so recht überspringen. Erst beim bereits erwähnten „I Want You“ und dem Folgesong „I Don’t Wanna“ scheint dann der Knoten zu platzen. Auch wenn beide nicht an „Let Me Think About It“ heranreichen, können sie durchaus punkten und bilden damit den starken Mittelpunkt der Platte. Danach geht es etwas ruhiger weiter, „In The Name Of Love“, „Fruitstore“ und „Raindrops“ haben aber alle einen markanten Klang, der irgendwie hängen bleibt.

Mit den letzten drei Titeln versucht sich Ida dann nochmals am Dance, scheitert aber erneut. Zu kompliziert und übertrieben sind die Spielereien am Soundeffekt, zu wenig steht ihre eigentlich schöne Stimme im Vordergrund. Der Abschluss der Platte klingt wie ein einziges Experiment und nicht, als wäre das Ida’s viertes Album. Abgesehen von „Bring The Beat Back“, „I Want You“ und „I Don’t Wanna“ bleibt die somit CD weit hinter den Erwartungen zurück und dürfte nicht wirklich den erhofften Durchbruch bringen.

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