Kritik | The Beginning von „The Black Eyed Peas“

Küstler:
The Black Eyed Peas
Redaktions-Wertung:
Titel:
The Beginning
Release:
26. November 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Der Titel eines Albums sagt oft etwas über die Stimmung einer Band oder eines Künstlers aus, in der das Album entstanden ist. Dazu kommt, dass der Titel häufig eine Verbindung zu früheren Werken hat. Dies trifft um so mehr auf das neue Album der Black Eyed Peas zu. Denn nach dem Vorgänger “The End“ folgt nun getreu dem Motto „Jedes Ende ist zugleich ein neuer Anfang“ das Album “The Beginning“. Die neue musikalische Stilrichtung, mit der die Black Eyed Peas ihre Fans bereits beim letzten Album so positiv überrascht haben, wird auf “The Beginning“ konsequent weiter geführt.

Der Beginn des Albums ist allerdings etwas ungewöhnlich. Die Produktion einer Cover-Version oder die Benutzung eines älteren Titels, der dann völlig neu inszeniert wird, hat es in der Musikgeschichte früher schon gegeben. Beim ersten Titel des Albums haben sich die Black Eyed Peas aber an einer Nummer versucht, die so gar nicht zu ihrem Stil passt. Der Song “The Time (Dirty Bit)“ ist aus dem Soundtrack-Hit “Time Of My Life“ heraus produziert worden, dem Titelsong des Tanzfilmklassikers Dirrty Dancing. Der Song “The Time“ ist auch die erste Singleauskopplung. Im Vergleich zu den grandiosen Titeln auf “The End“ ist das eher ein musikalischer Fehlgriff, auch wenn der alte Song mit neuen, peppigen Beats durchaus modern interpretiert wird. Leider wird die Musik auch beim nächsten Titel “Light Up The Night“ nicht wirklich besser. Der Song klingt eher wie ein typisch langweiliger Fülltitel, damit die CD voll wird.

Mit “Love You Long Time“ wird es langsam etwas besser. Markant ist bei diesem Song das Keyboard im Hintergrund, welches dem Song einen Touch der 1980er Jahre verleiht. Damit passt der Song gut zum Cover des Albums, auf dem die vier Mitglieder der Black Eyed Peas als Computerspielfiguren dargestellt sind, wie sie häufig in PC-Spielen der 1980er Jahre vorgekommen sind.

Der erste richtig gute Titel ist dann “XOXOXO“. Dieser mit harten Beats unterlegte Song zieht Musikfans fast magisch auf die Tanzfläche und lässt ihre Körper im Takt vibrieren. Der nächste Song “Someday“ erzählt die bewegende Geschichte eines Mannes, der mit dem Flugzeug von den Philippinen in die USA reist, um dort seine Träume eines Tages verwirklichen zu können. Dafür lässt er seine ganze Familie und besonders seine Mutter in der Heimat zurück. Die Ballade “Whenever“ lässt die Stimmung ein wenig ins Melancholische gleiten. Musikalisch dominiert hier eine Gitarre den Sound.

Als nächstes folgen die beiden besten Songs des Albums. Absolut hitverdächtig präsentiert sich “Fashion Beats“, der dem Zuhörer die Frage stellt, ob er bereit ist für eine heiße Party-Nacht. Diese Party geht bei “Don`t Stop The Party“ nahtlos weiter. Die laut Aussage von Musikmanager Thomas Stein derzeit beste Party-Band der Welt hätte hier zwei tolle Titel, die diesem Image absolut gerecht werden würden. Beide Titel wären die logische Wahl für die nächsten Singleauskopplungen.

Der Song “Do It Like This“ geht dann wieder in Richtung der 1980er Jahre. Der fast roboterhafte Song erzählt von Action-Szenen aus Kinofilmen und wirkt auch wie die musikalische Untermalung eines alten Science-Fiction Movies. Nach dem Titel “The Best One Yet (The Boy)“folgt noch das Highlight “Just Can’t Get Enough”. Dieser Song hat nichts mit dem alten Klassiker von Depeche Mode zu tun, sondern es ist eine wunderschöne Ballade, die hauptsächlich von der sanften Stimme von Fergie getragen wird. Zum Abschluss kommen die Tanz-Beats bei “Play It Loud“ noch einmal voll zum Einsatz.

Das Album “The Beginning“ ist gut am Stück hörbar. Voraussetzung ist allerdings, dass das Abspielen erst mit dem dritten Titel begonnen wird. Insgesamt ist es etwas schwächer als die Vorgänger “Elephunk“, “Monkey Business“ und “The End“, hat aber erneut einige hitverdächtige Tracks wie “Fashion Beats“, Don’t Stop The Party“ und “Just Can’t Get Enough“ zu bieten.

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