Kritik | Sound of the Twelfth Season von „Sven Väth in the Mix“

Küstler:
Sven Väth in the Mix
Redaktions-Wertung:
Titel:
Sound of the Twelfth Season
Release:
18. November 2011
LeserInnen-Wertung:

Pünktlich zur kalten Jahreszeit treibt es die Partygänger wieder verstärkt in die Clubs. Genau auf den Punkt bringt dazu Sven Väth wie jedes Jahr im Herbst seinen Sound of the Season auf den Markt. Die inzwischen zwölfte Ausgabe ist wie immer ein Rückblick auf die außergewöhnlichsten Tracks der letzten zwölf Monate. Sven Väth nimmt sich dieser Tracks an und mixt die bekannten und weniger bekannten Titel in einer neuen, einzigartigen Form zu seinen persönlichen Jahrescharts. Das Album spiegelt den kreativen Spielplatz wider, den sich Sven Väth gemeinsam mit vielen Kollegen im Cocoon Club geschaffen hat. Gleichzeitig bringt es den Sommer von Ibiza aus dem Amnesia zurück in die heimischen Stuben.

Die erste CD ist so etwas wie die Einbindung der Party-People. Über die Plattformen Facebook und Twitter sollen die Fans mit den Künstlern zu einem gemeinsamen Crowd verschmelzen. Der erste Track könnte allerdings leicht verstörend wirken, denn der Auftakt ist eher ein Ausflug in die Fankurve eines Fußballstadions. Es ertönt eine Stimme, die behauptet, dass irgendwer oder irgendwas homosexuell ist. Aber gleich der zweite Track “Vomee“ von Dense & Pika setzt mit schweren Basslines und anspruchsvollen Beats einen starken Kontrast und zieht den Hörer sofort in seinen Bann.

Zurück ins Chicago der 1980er Jahre mit seiner unverwechselbaren Bassline geht es bei „Adonis“ von Boys Noizes. Nach einer kurzen Verschnaufpause beim “Clapping Song“ von Justin Vandevolger zieht Sven Väth das Tempo mit “Ragish“ und “Belvide Beat“ wieder an. Mit dem funkigen Highlight “Chichi Devils“ von Château Flight und dem Elektro-Kracher “Dulcera“ von Aufgang bringt Sven Väth jeden Dancefloor zum Kochen. Jeder Track der ersten CD ist stilistisch einzigartig und setzt mit “Nocturnal Wave“ kurz vor Schluss ein weiteres Highlight.

Die zweite CD im House-Stil beginnt leider etwas enttäuschend. Die ersten vier Tracks sind nicht schlecht, aber es fehlt der gewisse Wiedererkennungswert. Erst mit “Envision“ von Osunlade nimmt die CD richtig Fahrt auf. Die direkten Folgetitel “Scotch Your Mind“ und “Falling“, der ein wenig an den neuen Sound der Black Eyed Peas erinnert, sind ebenso Highlights wie der spätere Track “Ghost“.

Die erste CD ist bis auf den ersten Titel eindeutig besser gelungen und setzt in jedem Track neue, bemerkenswerte Akzente. Der House CD fehlt vor allem am Anfang genau diese Individualität, um sich von anderen Compilations abzuheben.

DJ Dates
26.11.11 Zürich (CH) – Dekadance
02.12.11 Hannover – Love’n’Light@Funpark/Wasserturm
09.12.11 Innsbruck (A) – Hauptpost
15.12.11 Lausanne (CH) – Mad Club
16.12.11 Wuppertal – Butan
17.12.11 München – Worldleague@Kongresshalle
22.12.11 Nürnberg – Hirsch
24.12.11 Frankfurt – Cocoon Club
25.12.11 Lahr – Universal Dog
31.12.11 Frankfurt – Cocoon Club

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