Kritik | Silhouettes von "Blitzkids mvt."

Küstler:
Blitzkids mvt.
Redaktions-Wertung:
Titel:
Silhouettes
Release:
15. Februar 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Elektronisch verzückt, mit Glitzerbrille und Spiegeloutfit haben Blitzkids mvt. am Donnerstag in Hannover die „Unser Song für Malmö“-Bühne gerockt. Unverständlicherweise hat es nicht für ein Ticket gen Schweden gereicht. Aber da sagen wir laut „Püh“, gönnen Cascada die Extra-Meilen Richtung Skandinavien und erfreuen uns stattdessen an „Silhouettes“. Das steht nämlich seit gestern in den Läden.

Und hierauf beweisen Sängerin Nomi und Produzent Petone, dass sie Veranstaltungen wie den ESC eigentlich gar nicht nötig haben. Die zwölf Titel der Tracklist lassen sich vollkommen skip-frei durchhören. Popowackeln, abzappeln, heftiges Nicken und Klatschen – mit diesem grandiosen Album ist alles möglich. Das Berliner Künstlerkollektiv nennt sich nicht nur selbst mvt., also movement, sondern ist es auch. Unbeweglichkeit ist zu ihren dance-lastigen Beats schier unmöglich.

Das beste Beispiel dafür ist die erste Single-Auskopplung „Heart on the Line“ (VÖ: 08.02.). Ein böser, böser Ohrwurm, der die Repeat-Taste quält und weder aus Kopf noch Beinen will. Und er befindet sich auf „Silhouettes“ in bester Gesellschaft, denn kaum ein Track geht nicht direkt in die verwöhnte Gehörmuschel. „Blinded“, „Idiot“,  „Hush“, „Cold“ oder „Mirror“, die fast schon ruhigste aller Nummern, sind die stärksten Magneten auf der Scheibe. Unter den zwölf Titel finden sich aber nicht nur Eigenkompositionen, sondern auch zwei nette Coverversionen: „My Delirium“, im Original von Ladyhawke, und „Electrify“. Ansteckend sind sie alle. Aber sowas von.

Akustisch irgendwo zwischen Kraftwerk, Ladyhawke und Ladytron ist es kein Wunder, dass nicht nur Boy George sich als Fan des elektronischen Duos geoutet hat. Der war in den 70ern schließlich selbst mal ein Blitz Kid. „Silhouettes“ definiert das Wort Endlosschleife in jedem Fall neu und weckt schon jetzt Frühlingsgefühle. Malmö? Nö! Blitzkids mvt. gehören raus in die weite Welt.

Vorab bereisen sie aber noch die Heimatrepublik. Und zwar gemeinsam mit Icona Pop. Die sind passenderweise aus Schweden und die perfekte Begleitung. „I electrify you“ ist somit ein Versprechen, dem man sich live gern ergeben darf.

11.04.2013 Berlin / Gretchen
12.04.2013 Hamburg / Uebel & Gefährlich
13.04.2013 Köln / Bahnhof Ehrenfeld
17.04.2013 Wien (AT) / Chaya Fuera
18.04.2013 München / Atomic Café
19.04.2013 Zürich (CH) / Härterei
20.04.2013 Stuttgart / Rocker 33

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