Kritik | Rock Dust Light Star von „Jamiroquai“

Küstler:
Jamiroquai
Redaktions-Wertung:
Titel:
Rock Dust Light Star
Release:
29. Oktober 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Abgefahrene Kopfbedeckungen, wilde Choreographien und ein wenig Out-of-Space-Feeling – Ja, Jamiroquai und besonders Frontmann Jay Kay sind anders. Das aber konsequent seit 18 Jahren. Die Briten haben ihren ganz eigenen Stil und weltweit bereits über 25 Millionen Alben verkauft, was bedeutet, dass sie damit mehr als erfolgreich sind. Hits wie „Virtual Insanity“, „Little L“, „Cosmic Girl“ oder „Canned Heat“ waren überall in den Charts vertreten, auf Soundtracks zu finden und haben den Jungs einen Grammy und einen MTV Video Music Award eingebracht. Mit „Rock Dust Light Star“ präsentieren Jamiroquai nun ihr mittlerweile siebtes Album und holen nach fünf Jahren Radio-Abstinenz (abgesehen von einer Greatest-Hits-Collection im Jahr 2006) zum Rundumschlag aus.

Am 15. Oktober erschien bereits die erste Single-Auskopplung „White Knuckle Ride“, die in den deutschen, österreichischen und schweizerischen Charts bereits in den Top 50 steht und Lust auf Jamiroquai macht. Ein Song, ganz in der Manier von „You Give Me Something“ oder „Deeper Underground“. Trotzdem ist „Rock Dust Light Star“ kein Album, in das man sich beim ersten Hören verliebt. Es will entdeckt werden, auch wenn es mit den gewohnten Synthesizern und der markanten Stimme von Jay Kay besticht, und braucht ein paar Anläufe, um die Gehörgänge zu entern. So entpuppen sich vor allem der Titelsong „Rock Dust Light Star“, das bereits erwähnte „White Knuckle Ride“, das sanfte „Blue Skies“, „She’s A Fast Persuader“ und „Goodbye To My Dancer“ nach und nach als Pluspunkte des Albums.

Es klingt, als wären Jamiroquai nie weg gewesen. Jay Kay, der eigentlich Jason Cheetham heißt, ist selbst mit 41 nicht zu bremsen und voller Energie. Auch wenn viele ausschließlich ihn mit Jamiroquai verbinden: Hinter ihm stehen noch fünf weitere Jungs, die sich um den Sound kümmern. Zwei Jahre haben sie gemeinsam am neuen Album gearbeitet und das hat sich gelohnt. Jamiroquai waren nie Kommerz und wollen es auch nicht sein. Gut so!

Übrigens: Die Briten freuen sich auf die kommende Tour zu ihrem neuesten Werk. Bis es soweit ist, dürfen wir uns schon mal den 27.11. im Kalender markieren. Da tritt Jay Kay nämlich beim TV Total Turmspringen auf und wird sicher Bestnoten bekommen. Auch ohne Doppel- und Dreifach-Salto.

Fazit: 8/10

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4 Kommentare

  1. Zur Jamiroquai „Rock Dust Light Star Kritik“ CD kritik (http://www.cd-bewertungen.de/reviews/dance/kritik-rock-dust-light-star-von-jamiroquai/
    ): schwerer Fautpax, Jay Kay ist Jason Cheetham und nicht zu verwechseln mit dem als rechtsextrem eingestuften Deutschen Josef Maria Klumb (Quelle deutsche Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Jay_Kay). Meine Recherche ist ok, Ihre leider nicht.

  2. Danke für den Hinweis. Wurde umgehend korrigiert.

  3. naja ich fand Jamiroquai schon immer super… aber nach Synchronized war der Sound irgendwie anders… die neuern Sachen finde ich gut, aber sie gefallen mir nicht mehr so wie die Anfänge der Band, mir fehlt irgendwie die „Seele“ in ihren neuen Sachen… aber dies ist Geschmackssache…

    Aber das Jamiroquai nie Kommerz war, kann ich nicht so ganz unterschreiben… sorry… also mit Sicherheit Ende der 90er als sie sicherlich am Bekanntesten waren… da hörte man die Songs ja überall ob MTV, Viva, Radio etc. etc… mittlerweilen wohl nicht mehr so extrem wie auch schon… das stimmt… trotzdem waren/sind die Jungs Kommerz spätestens seit dem wechselm vom Indielabel zu Sony…

  4. Jamiroquai ist und bleibt genial. Ich liebe diese Scheibe. Kann die Tour kaum noch erwarten…

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