Kritik | Random Access Memories von „Daft Punk“

Küstler:
Daft Punk
Redaktions-Wertung:
Titel:
Random Access Memories
Release:
17. Mai 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Mit „Get Lucky“ haben es uns Daft Punk leicht gemacht: Ein Mal gehört und schon hatte man den Song im Ohr, im Ohr, im Ohr. Mit dem dazugehörigen Album, das seit dem 17. Mai zu haben ist, ist es allerdings etwas komplizierter. Das braucht nämlich einige Durchläufe, bevor man sich mit den 13 Tracks anfreunden kann.

Und dabei waren die Erwartungen an eine Album-Veröffentlichung selten höher als bei „Random Access Memories“. Zuletzt hat man von dem Duo schließlich etwas vor drei Jahren gehört. Beim fulminanten, nahezu legendären Soundtrack zu „Tron: Legacy“. Das letzte Studioalbum liegt sogar noch deutlich länger zurück. Vor acht Jahren wurde „Human After All“ veröffentlicht.

Nun steht das vierte Studioalbum der Franzosen in den Läden. Und „Random Access Memories“ ist nicht nur sehr speziell, es unterscheidet sich auch stark von der letzten LPs des Duos. Ein Umstand, der nicht für jeden einfach so hinzunehmen sein dürfte.

Woran es dem Album allerdings nicht mangelt, ist Vielfalt. Von sehr soften 80s-Funk-Nummern, Songs im Stil der 20er Jahre („Touch“) über rein elektronische Stücke, die teils auch an „Tron: Legacy“ erinnern („Motherboard“) bis hin zu melodiösen Dance-Pop-Ohrwürmern („Get Lucky“, „Give Life Back To Music“) ist alles dabei. „Giorgio by Moroder“ ist mit 9 Minuten Länge und Aussagen von Giorgio Moroder zwar fast schon ein Stück Geschichte, auf der Tracklist aber ein kleiner Stolperstein. Weil er eben den musikalischen Fluss irgendwie stört. Neben Moroder sind übrigens  weitere Gäste und Kollaborationspartner sind auf dem Album dabei:  Todd Edwards, Panda Bear (Animal Collective), Julian Casablancas (The Strokes), Paul Williams, DJ Falcon und Chilly Gonzales.

Und eines muss man „Random Access Memories“ lassen: Es gibt immer wieder etwas Neues zu entdecken. Es ist definitiv kein Album, das man in ein paar Stunden durchgehört hat, sondern es gleicht eher einer abenteuerlichen Zeitreise durch die Geschichte der Musik. Schon allein damit heben sich Daft Punk von anderen Künstlern ihres Genres ab. Sie sind eben einfach Genies und schaffen es immer wieder, zu überraschen. Auch nach acht Jahre „Album-Funkstille“.

“Random Access Memories” Tracklist:

1. “Give Life Back to Music” (featuring Nile Rodgers)
2. “The Game of Love”
3. “Giorgio by Moroder” (featuring Giorgio Moroder)
4. “Within” (featuring Chilly Gonzales)
5. “Instant Crush” (featuring Julian Casablancas)
6. “Lose Yourself to Dance” (featuring Pharrell Williams and Nile Rodgers)
7. “Touch” (featuring Paul Williams)
8. “Get Lucky” (featuring Pharrell Williams and Nile Rodgers)
9. “Beyond”
10. “Motherhood”
11. “Fragments of Time” (featuring Todd Edwards)
12. “Doin’ It Right” (featuring Panda Bear)
13. “Contact” (featuring DJ Falcon)

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