Kritik | Perfectionist von „Natalia Kills“

Küstler:
Natalia Kills
Redaktions-Wertung:
Titel:
Perfectionist
Release:
1. April 2011
LeserInnen-Wertung:

Es ist schwer, sich heutzutage in einer derart kreativen Musikszene zu behaupten, wenn nebenan mal eben Lady Gaga, Rihanna oder Ke$ha die Charts abräumen und fast täglich neue Trends setzen. Wer immer auch das Parkett betritt – er muss sich vergleichen lassen. So auch Natalia Kills, die mit ihrer Debütsingle „Mirrors“ bereits im Februar die Media Control Charts stürmte und Anfang April ihr erstes Album „Perfectionist“ auf den Markt bringt.

Ihre Karriere begann Natalia Keery-Fisher, wie die Engländerin eigentlich heißt, aber nicht im Studio, sondern vor der Kamera. Sie war in etlichen englischen Fernsehserien zu sehen, darunter „All About Me“ und „Coronation Street“, schrieb während der Arbeit aber bereits erste Songs, die auch in einigen Filmen und TV Shows Verwendung fanden. Nachdem sie 2003 ihre Parts in drei Serien abgedreht hatte, unterschrieb sie einen Vertrag bei der Plattenfirma „Adventures in Music“ und veröffentlichte Mitte 2005 die Single „Don’t Play Nice“, die es bis auf Platz 11 der Charts schaffte.

Aber erst 2008 sollte, dank MySpace, ihr Durchbruch kommen. Auf der Plattform stellte Natalia zwei Demosongs ein, auf die ausgerechnet der US-Blogger Perez Hilton aufmerksam wurde. Er postete auf seiner Seite einen Artikel über die englische Sängerin und schließlich wurde auch will.i.am von den Black Eyed Peas hellhörig. Er sorgte dafür, dass Natalia Ende 2008 bei Interscope/Cherrytree Records unterschrieb und ihren Namen in Natalia Kills änderte. Ihr erstes Musikvideo zu „Zombie“, erschien bereits Ende 2009, der Song ist auch auf „Perfectionist“.

Neben ihm finden sich noch 13 weitere Titel auf der Scheibe. Allesamt eine Mischung aus Pop, Rock und Electro. Natalia selbst beschreibt ihren Sound als „düster klingende Popmusik“, erinnert aber teilweise doch sehr, sehr stark an Lady Gaga und Rihanna. Besonders die Songs „Wonderland“ und „Break Your Heart“ müssen sich Vergleiche gefallen lassen. Und da stellt sich natürlich die Frage, ob man einen weiteren „Klon“ benötigt, der Songs singt, die man irgendwie alle schon mal gehört hat und der sich gar nicht wirklich vom Einheitsbrei abhebt. Mit den meisten Songs auf „Perfectionist“ liefert Natalia als Antwort ein ganz klares Nein. Es gibt aber auch Ausnahmen, die zeigen, dass die junge Künstlerin wirklich Potenzial hat. So „Mirrors“, das Fans der „Model-WG“ auf ProSieben längst im Ohr haben dürften, „Not in Love“, „Broke“ und „Heaven“. Dennoch bleibt das Album hinter den Erwartungen zurück und wirkt im Gesamten ein wenig lasch. Noch klingt Natalia zu wenig nach einer eigenständigen Künstlerin und vielmehr nach einer guten Kopie der angesagtesten Sängerinnen, die derzeit in den Charts vertreten sind. Ihre Diskografie wird aber ganz sicher noch wachsen und damit auch sie selbst.

P.S.: In den nächsten Tagen lauern etliche „Natalia-Highlights“: Am 24. März ist die 24-Jährige beim ECHO zu sehen, am 25. März bei den Radio Regenbogen Awards. Zeitgleich wird „Wonderland“ als zweite Single ausgekoppelt und das Video auf www.nataliakills.de vorgestellt. Am 01. April erscheint dann das Album und nur einen Tag später performt Natalia bei „Schlag den Raab“. Fans der Britin können ihren Kalender also ordentlich füllen.

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1 Kommentar

  1. Gute Kritik 😉
    P.S. Das Lied heißt „Break You Hard“ nicht „Break Your Heart“

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