Kritik | Passive Me, Aggressive You von „The Naked And Famous“

Küstler:
The Naked And Famous
Redaktions-Wertung:
Titel:
Passive Me, Aggressive You
Release:
4. März 2011
LeserInnen-Wertung:
Genre:

The Naked and Famous. Was für ein Name mag man sich da denken. Und dennoch dürfte diese Band wohl fast jeder kennen, denn seit geraumer Zeit ist ihr Titel „Young Blood“ in den Werbeeinblendungen bei VIVA zu hören und hat sich irgendwie ins Unterbewusstsein geschlichen.  Doch nicht nur in unseres. Wenn es nach der BBC geht, ist das Quintett einer der vielversprechendsten Acts in diesem Jahr und wurde deshalb in die Liste „Sound of 2011“ aufgenommen. Grund genug, das Debütalbum „Passive Me, Aggressive You“ der Band mal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Hinter The Naked and Famous stecken nämlich nicht nur die markanten Stimmen von Alisa Xayalith und Thom Powers, sondern auch noch Aaron Short (Produktion), David Beadle (Bassist) und Jesse Wood (Schlagzeug). Bereits 2008 hat die neuseeländische Truppe zwei erste EPs veröffentlicht, damals allerdings noch ohne Beadle und Wood. Ihren Durchbruch schafften sie allerdings erst 2010 in voller Besetzung mit der bereits erwähnten Single „Young Blood“. Die sprang sofort an die Spitze der neuseeländischen Charts, ebenso wie das Album „Passive Me, Aggressive You“, das ein Vierteljahr später erschien und schließlich sogar mit Gold ausgezeichnet wurde. Ein unglaublicher Erfolg, der allerdings auch schnell Grenzen aufzeigte. Denn: In Neuseeland leben nun mal nur knapp vier Millionen Menschen und die waren größtenteils schon mit dem Electro-Virus infiziert. Die Reise führte also weiter nach Europa.

Der Sound der Neuseeländer lässt sich dabei kurz und knackig als Electro-Pop bezeichnen. Mal animierend und strahlend, dann wieder ein wenig düster und melancholisch. In jedem Fall aber prägnant, denn die meisten Songs bekommt man dank der Stimme von Alisa so schnell nicht mehr aus dem Kopf. So dürfte es auch Thom Powers gegangen sein, denn als er die hübsche Dunkelhaarige damals am ‚Music and Audio Institute‘ in Auckland ansprach, wollte er eigentlich nur ihre Telefonnummer haben. Letztendlich ist sehr viel mehr daraus geworden, denn The Naked and Famous gelten als DER Exportschlager schlechthin und beweisen, dass es in Neuseeland mehr als nur Schafe und endlose Landschaften gibt.

Das Debütalbum der Band umfasst 13 Titel, von denen „Young Blood“ am auffälligsten ist. Aber auch der Rest kann sich hören lassen, denn die Mischung stimmt. „Passive Me, Aggressive You“ steht für Abwechslung, Experimentierfreude und Stilbrüche. „Es war uns wichtig, dass unsere Platte wie eine Reise ist. Dass sie Höhen und Tiefen hat und unsere verschiedenen Einflüsse widerspiegelt“, so Alisa Xayalith.

(Wer sich davon selbst ein Bild machen will, kann hier in das Album reinhören: http://artists.universal-music.de/uid/_webwheel/thenakedandfamous/.)

Verwandte Artikel

  • Keine verwandten Artikel gefunden

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*
*

n/a