Kritik | „No Home“ von Sascha Braemer

Küstler:
Sascha Braemer
Redaktions-Wertung:
Titel:
No Home
Release:
22. Mai 2015
LeserInnen-Wertung:
Genre:

SaschaBraemer-NoHome_klEndlich, endlich, endlich … liefert Sascha Braemer sein Debüt ab! Und auch wenn es „No Home“ heißt: Wir geben der Scheibe gern ein Zuhause. In unseren Autoradios, CD-Playern, Köpfen und Beinen.

Wer jetzt denkt „Hä? Wer soll das sein?“, hier die Kurzfassung: Sascha Braemer kommt aus Berlin und ist nicht erst seit gestern im elektronischen Musikgeschäft. Bislang hat er sich aber eher im Hintergrund gehalten und sich bei Projekten mit Niconé oder Heinrichs & Hirtenfellner ausgetobt. 2011 ging der Wahnsinn dann los: Sein Track „People“ wurde bei Stil vor Talent veröffentlicht. Kurze Zeit später erschien „Romantic Thrills“, das gemeinsame Album mit Niconé und dem Smasher „Caje“. 2013 gründete Sascha sein eigenes Label WHATIPLAY und 2015 haut er nun seinen längst überfälligen ersten Longplayer raus. Und scheiße, ist der geil!

Wir sind Sascha Braemer gar nicht böse, dass er sich für das Scheibchen so viel Zeit gelassen hat. „No Home“ erzählt seine Geschichte, es ist der Soundtrack seines Lebens und ebenso dramaturgisch aufgebaut. Den Auftakt macht der Opener „Take Off“, wir heben also gemeinsam mit dem Individualisten ab. Minimalistisch, mitreißend. Bis mit „Drifting“ eine von mehreren Vocal-Nummern kommt. Der Titelsong „No Home“ ist ebenfalls eine davon. Wir haben ihn bereits so oft rauf und runter gehört, dass uns die Nachbarn garantiert für geistesgestört halten.

Wunderbarerweise gibt es auf Saschas Erstling so viele Nummern zum Dauerschleifehören, dass es nicht eintönig wird. „The Message“, „Daily Routine“ (mega!) oder „Highway“ zum Beispiel. Und dann gibt es da noch „Hilde“: Gewidmet ist er Saschas Tochter, die letztes Jahr zur Welt gekommen ist und sein ganzes Glück ist. Ebenfalls ein Smasher. Um die Scheibe würdig abzurunden, bildet ein Rework von „People“ das Outro. Phew. Was für ein Debüt, was für ein Auftakt.

Sascha sagt von sich selbst übrigens, er mache „Mädchenmusik“. Dafür dancen allerdings auch erstaunlich viele Herren zu seinen Klängen. Und überhaupt: Sind wir nicht alle ein bisschen Mädchen?

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