Kritik | Nameless von "Compact Space"

Küstler:
Compact Space
Redaktions-Wertung:
Titel:
Nameless
Release:
24. Juni 2011
LeserInnen-Wertung:

Für Fans von Depeche Mode dürften Daryl Bamonte und Christian Eigner keine Unbekannten sein. Besonders Eigner hat sich in seiner Eigenschaft als Songwriter und Schlagzeuger der Band einen Namen gemacht. Aber nicht nur für DM und Dave Gahan war er tätig, insgesamt hat er an knapp 100 Alben verschiedenere Künstler mitgearbeitet. Bamonte war ebenfalls langjähriger Freund von Depeche Mode und ist 1995 zu The Cure gewechselt. Gemeinsam mit Sänger Florian Kraemmer haben die beiden also beste Voraussetzungen für eine musikalische Ausnahmekarriere und nutzen diese auch! Am 24. Juni erscheint das erste Album „Nameless“.

Dabei hat sich das britisch-österreichische Trio eher zufällig zusammengefunden. Begonnen hat nämlich alles als Songwriterteam, bei dem Eigner und Bamonte durch den Österreicher Florian Kraemmer komplettiert wurden. Nach der Arbeit an „Push Push“ waren sich die Drei sicher, dass sie als Band funktionieren, und hatten günstigerweise direkt ihre erste Single parat. Die ist auch gleich der Opener des Debüt-Albums und lebt vom eigenwillig-markanten Stil des Trios. Schnörkellos, düster, aber dennoch irgendwie eingängig. Der Refrain ist besonders hartnäckig und macht die Single zu einem spannenden Auftakt. Nach der etwas faden Aufmachung des Albums hätte man dies gar nicht unbedingt erwartet.

Doch Compact Space verlassen sich auf ihr Können und deshalb funktionieren auch die restlichen zehn Titel hervorragend. Nicht zuletzt, weil Martin Gore bei „The Unstoppable Collision“ in die Saiten gehauen hat. Man hört sehr genau, wo Bamonte, Eigner und Kraemmer ihre Wurzeln haben. 80s und Synthie treffen auf New Wave, Electro und Pop, ansprechende Melodien und nachdenkliche Texte. Wem Depeche Mode und The Cure zusagen, der dürfte auch mit Compact Space seinen Spaß haben. Die elf Tracks auf „Nameless“ bilden eine regelrechte Einheit und digitale Sequenzen, die das erste Album der Band zu einem kleinen Geheimtipp machen.

Übrigens: Wer in Hamburg wohnt, sollte sich am 23. Juni nichts vornehmen. Denn ab 21 Uhr stellen Compact Space im Rahmen der Deep Space Night ihre Scheibe  „Nameless“ im Planetarium auf der Hindenburgstraße vor. Das Kartenkontingent ist limitiert, also besser nicht allzu lange überlegen! Tickets kosten 11 Euro.

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