Kritik | Kiss From The Past von „Allure aka Tiësto“

Küstler:
Allure aka Tiësto
Redaktions-Wertung:
Titel:
Kiss From The Past
Release:
05. August 2011
LeserInnen-Wertung:

Tijs Michiel Verwest ist zurück! Mit diesem Namen kann zwar sicher niemand etwas anfangen, aber wenn man weiß, dass hinter diesem Zungenbrecher der Niederländer Tiësto steckt, dann dürften bei House- und Dance-Fans die Alarmglocken schrillen. Seit der letzten Veröffentlichung des DJs, „Club Life Volume One – Las Vegas“, ist schon wieder ein halbes Jahr vergangen. Nun legt der 42-Jährige mit „Kiss From The Past“ nach und schlüpft wieder unter ein Pseudonym.

Davon hortet Tiësto mittlerweile schon so einige, denn neben Steve Forte Rio, Drumfire oder Passenger ist er auch gern unter dem Namen ‚Allure‘ tätig, so wie bei seinem neuesten Album. Das enthält 14 brandneue Tracks, auf denen Vocals von Emma Hewitt, Kate Miles und Lindsey Ray und damit einigen Bekannten zu hören sind. Kurz: 14 neue Kracher, die Lust aufs Feiern, Tanzen und Abschalten machen.“Kiss From The Past“ gleicht einem lockeren Schulterblick. Zurück auf das, was Tiësto so groß gemacht hat.  Und auf das, was dieses Genre überhaupt prägt.

Deshalb gelingt der Einstieg mit „Show Me The Way“ (featuring JES) auch nahezu spielend. Die Stimme von JES kennt man bereits seit „As The Rush Comes“ und in Kombi mit den Beats von Tiësto funktioniert sie hervorragend. „September Sun“ schließt nahtlos daran an, zeigt sich aber etwas chilliger und verzichtet komplett auf Vocals. Dafür legt „Stay Forever“ (featuring Emma Hewitt) umso mehr los. Die Stimme der niederländischen Singer-Songwriterin war schon bei „No Goodbyes“ von Tiësto zu hören, das ebenfalls auf dem Album zu finden ist. Die Vocalistin hat aber auch mit Künstlern wie Chris Lake und Dash Berlin zusammengearbeitet.

„Coming Light“ verzichtet dann, wie auch „I Am“, „Peace“ und der Titelsong „Kiss From The Past“ auf Gesang. Dafür stehen Rhythmus und Dance pur im Mittelpunkt. Eine Stärke von Tiësto, die ihm in der Vergangenheit, und um die geht es hier ja hauptsächlich, bereits zahlreiche Erfolge eingebracht hat. Man bedenke „Adagio For Strings“ oder „Louder Than Boom“. Dennoch: Tiësto ohne Vocals, das geht irgendwie nicht. Deshalb runden das Retro-Album Nummern wie „On The Wire“ (featuring Christian Burns), „Mariestad“ (featuring Henrik B.) und „My Everything“ (featuring Kate Miles) ab. Alles in allem präsentiert Tiësto mit „Kiss From The Past“ einen gelungenen Blick zurück. Aber auch nach vorn, denn nach dem eher durchschnittlichen „Club Life Volume One“ (Fan-Meinungen zufolge) zeigt er nun wieder, wo seine Stärken liegen und verteilt einen Kuss, der durchaus ansteckend ist!

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