Kritik | Killer Love von „Nicole Scherzinger“

Küstler:
Nicole Scherzinger
Redaktions-Wertung:
Titel:
Killer Love
Release:
26. August 2011
LeserInnen-Wertung:

„Miauuu“, denkt man sich, wenn man diese Frau sieht und hört: Nicole Scherzinger, Ex-Pussycat Doll, seit 2008 Freundin von Lewis Hamilton, Schauspielerin und Model. Die rassige US-Amerikanerin, die gebürtig aus Hawaii stammt, versucht sich seit geraumer Zeit an einer Solokarriere und scheint dabei auf genau die richtigen Zugpferde zu setzen: RedOne, 50 Cent, Enrique Iglesias, Sting und Snoop Dogg (wenn auch nur in den USA und nicht in Deutschland). „Killer Love“ nennt sich ihr erstes Album und das hat es dementsprechend in sich.

Die 14 Songs handeln von der Liebe, ihren Tücken, Höhen und Tiefen, aber auch der Gefahr, die das Verlieben mit sich bringt. Aber nicht ausschließlich. Auch das Tanzen und Feiern steht im Vordergrund. Dabei präsentiert Nicole einen bunten Mix aus Pop, R&B, Dance und Elektro und sorgt dafür, dass kein Titel langweilt, sondern der Rhythmus stimmt. Das zeigt zum Beispiel „Poison“ hervorragend. Die Nummer wurde bereits im vergangenen Jahr auf Nicole’s Homepage und kurz darauf auch offiziell veröffentlicht. Im UK hat sie es schon bis auf Platz 3 geschafft. Dort steht überhaupt das gesamte Album in den Top 10, denn unsere Nachbarn von der Insel konnten „Killer Love“ schon im März dieses Jahres kaufen. In den USA wird die Scheibe dagegen erst im September erscheinen, weil Nicole Scherzinger einige neue Lieder einsingen will.

Die deutschen Fans dürfen sich derweil schon an Songs wie „Right There“ feat. 50 Cent (veröffentlicht am 19. August), den elektronischen Hits „Wet“ und „Club Banger Nation“ (welches einen eindeutigen 90s-Touch hat), dem sanften „Power’s Out“ oder dem Rude Wells Open Heart Remix von „Heartbeat“ feat. Enrique Iglesias erfreuen. Nicole zeigt eine überraschend große Bandbreite, schnurrt mal sanft, jodelt (!) und zeigt im nächsten Moment schon wieder, dass sie eine echte Powerröhre hat.

„Killer Love“ mag nicht das tiefgründigste Album des Jahres sein, aber es weiß zu unterhalten. Von ruhigen Balladen wie „Casualty“ oder „AmenJena“ (einem der stärksten Titel überhaupt) bis hin zu kraftvollen Dance-Nummern á la „Killer Love“ und „Don’t Hold Your Breath“ ist alles dabei. Der Mix stimmt. Zwischendrin trifft man zudem auf einige heiße Chart-Kandidaten, die deutlich machen, dass Nicole auch ohne ihre Miezen erfolgreich sein kann. Egal was diese Frau anfasst, sie hat den Dreh raus. Vielleicht passt sie deshalb auch so gut zu Formel-1-Weltmeister Hamilton, der ja bekanntermaßen weiß, wie man ins Ziel kommt.

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