Kritik | In Our Heads von „Hot Chip“

Küstler:
Hot Chip
Redaktions-Wertung:
Titel:
In Our Heads
Release:
08. Juni 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

„In Our Heads“ ist bereits das fünfte Album von Hot Chip. Wer bis jetzt noch nichts von der Band gehört hat, sollte sich schleunigst selbst eine Nachhilfestunde verpassen und sich den ansteckenden Beats hingeben. Auf dem Longplayer sind nämlich jede Menge davon zu finden. Ebenso flirrende Melodien, Basslinien und verspielter Prunk. Alles in allem ein fröhliches Stück Musik, das auf Herz, Ohr und Tanzbein abzielt.

Dafür sorgt schon der Opener „Motion Sickness“. Der Song baut sich langsam aber gewaltig auf, reißt einen direkt mit und damit in „die Köpfe“ von Hot Chip hinein. Und dort geht es bunt zu, was auch schon das Cover zeigt. Die Songs sind Liebeserklärungen. An das Leben, an die Musik. Immer rhythmisch treibend, mit hypnotischen Choruslines wie“Church is not for praying, it’s for celebrating the life […]“. Während „Don’t Deny Your Heart“ 80s-mäßig daherkommt, wird es mit Titel 4 „Look At Where We Are“ melancholisch. Alexis‘ soulige Stimme kann sich hier wunderbar entfalten, genau wie auch bei der Abbey-Road-esquen Ballade „Now There Is Nothing“.

Trotzdem bleibt das Album lebendig und fröhlich. So wie Alexis, Joe und Co. es haben wollten. „Ich will mir Platten wie ‚Never Too Much‘ von Luther Vandross anhören und keine Scheiben von Bands, die ständig ihre Komplexe und Probleme verarbeiten müssen. Sowas interessiert mich nicht“, so Joe. Deswegen war auch bereits bei der Entstehung der LP jede Menge Spaß angesagt. Erstmals hat übrigens auch die ganze Band (Alexis Taylor, Joe Goddard, Al Doyle, Owen Clarke und Felix Martin) zusammen mit Mark Ralph (an den Reglern) im Studio gearbeitet. Kern bleibt allerdings das einzigartige Songwriter-Duo Alexis und Joe.

„In Our Heads“ dokumentiert übrigens nicht nur die Veränderung bei Hot Chip was den Aufnahmeprozess betrifft, sondern auch den Wechsel des Labels von EMI zu Domino. Nachdem der EMI-Vertrag über drei Alben erfüllt war, wechselte die Band zu Domino und fand so ein neues geistiges und kreatives Zuhause.

Hot Chip live:

10.08.2012 Hamburg, Dockville Festival
11.08.2012 Saalburg, Sonne Mond & Sterne Festival
29.10.2012 Köln, Live Music Hall
30.10.2012 Frankfurt, Cocoon Club
01.11.2012 Berlin, Columbiahalle
02.11.2012 Hamburg, Grosse Freiheit

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