Kritik | Human Architecture von „iremembertapes“

Küstler:
iremembertapes
Redaktions-Wertung:
Titel:
Human Architecture
Release:
27. Juli 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Was hat man früher mit einer Kassette und einem Bunt- oder Bleistift gemacht? iremembertapes wissen es. Sie ernähren sich sozusagen von Bandsalat und fabrizieren poppig-düsteren 80s-Sound. Bei der Verwandtschaft von Sänger und Frontmann Tom Ferry ist das allerdings kein Wunder. Dazu zählt nämlich Brian Ferry (Roxy Music).

Das ist aber nicht der einzige Grund, weshalb iremembertapes keinen Vergleich zu Genregrößen wie Duran Duran oder Joy Division scheuen.  Ihnen liegt die Musik ganz einfach im Blut. Sie sind drei junge Männer mit scharfen Haarschnitten und einer Drummachine. Und mit unterschiedlichen Wurzeln. Während Tom sich schon immer für die 80er begeistern konnte, war Gitarris Alex früher in der Metal-Szene unterwegs. Ganz nebenbei hat er auch noch ein Diplom in Musik. Bassist Ben ist hingegen Kunststudent in Winchester mit einem gewissen altmodischen Touch.

Begegnet sind sich die Drei in der Greens Wine Bar in Winchester, wo eine befreundete Band einen Gig gespielt hat. Die Jungs haben sich in einer Toilette zusammengefunden, um einer „bewusstseinsverändernden medizinischen Aktivität“ nachzugehen. Und tada – schon kurz darauf waren iremembertapes gegründet. Der Plan war, „etwas unterhaltsames zu kreieren, was Dich zum tanzen zwingt“ und so nahmen sie ihr erstes Demo in der Garage von Andy Burrows (Razorlight) auf. Ihre Debüt-EP hieß „All I Know“ und sorgte dafür, dass u.a. die Radiostation „Tastemaker“  auf das Trio aufmerksam wurde. iremembertapes durften daraufhin erneut ins Studio und diesmal nahmen sie die Arbeit an ihrem ersten Album „Human Architecture“ auf.

Das ist eine Mischung aus Metal, Electro und 80s. Allerdings in einer „Reloaded-Ausführung“, wodurch es nur wenig Neues und Spannendes zu hören gibt. Handwerklich haben es die drei Herren zwar drauf, aber richtig packen will einen der erste Longplayer der Band nicht wirklich. Wer aber einen Hang zu den 80ern hat, findet mit „Human Architecture“ sicher eine nette Scheibe.

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