Kritik | History of Modern von „OMD“

Küstler:
OMD
Redaktions-Wertung:
Titel:
History of Modern
Release:
17. September 2010
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Nach 14 Jahren melden sich Orchestral Manoeuvres in the Dark, kurz OMD, eindrucksvoll zurück. Das neue Album von OMD kommt mit dem Namen „History of Modern“ daher. Man darf schließlich nicht vergessen, dass OMD sich bereits 1978 gegründet hat.

Im Jahr 1982 war der Nummer 1 Hit „Maid of Orleans“ die meist verkaufte Single. Zu Recht. Gehört „Maid of Orleans“ doch zu den besten Songs aller Zeiten. Obwohl OMD Anfang der 1980er Jahre Erfolge feiern konnten und sie noch einige Alben herausbrachten, mussten sie sich gegenüber dem Musikgeschmack des Mainstreams beugen. Erst mit dem Album „Sugar Tax“ im Jahr 1991 und Titeln wie „Sailing on the seven seas“ stellte sich wieder Erfolg ein. 1993 und 1996 folgten zwei weitere Alben. Mit dem neuen Album „History of Modern“ ist der Anspruch gegenüber OMD sehr hoch, wollte man doch nach eigener Aussage wieder auf seine Wurzeln konzentrieren.

Man kann wirklich nur betonen, dass die Veröffentlichung des Albums gut gewählt ist. Denn es scheint fast so, dass der alte Synth-Pop der 1980er Jahre wieder einen Aufschwung erlebt. Mir kann das nur recht sein.

„History of Modern“ beheimatet 13 Titel. Kauft man sich den Longplayer bei iTunes gibt es sogar noch einen weiteren Song und ein Video dazu. Im Vorfeld sollte man jeden Zuhörer der neuen Scheibe warnen. Es herrscht absolute Wiederholungsgefahr. Je öfter man die CD hört, desto besser gefällt sie einem. Schon der erste Track „New Babies: New Toys“ überzeugt mit einer geballten Durchschlagskraft an Sound und guter Laune. Mit „If you want it“ geht es direkt weiter. Dieser Song hat einen enormen Wiedererkennungswert, wodurch sicherlich auch resultiert, dass er die erste Single-Auskopplung ist.

History of modern Part I + II folgen zugleich, die sehr elektronisch angehaucht sind. Die Fans wird es erfreuen. Etwas ungewöhnlicher erscheint die Ballade „Sometimes“, die ein wenig an Moby oder Dido erinnert. Sicherlich nicht der stärkste Song, sondern eher flach. Bei „RFWK“ könnte man sich als Zuhörer fragen, was der Track bezwecken soll. Von der Euphorie der ersten Titel ist nicht mehr viel übrig geblieben. Etwas Hoffnung keimt jedoch wieder mit der Ballade „New Holy Ground“ auf, die sich bei „The Future, The Past, and forever after“ wieder verflüchtigt. Poppig und melodisch zeigt sich „Sister Mary Says“, den man in jeder Schlagerdisko spielen kann.

Eine wirkliche Überraschung bildet „Pulse“. Von vielen Fans kritisiert und von den Kritikern positiv beurteilt. „Pulse“ ist sicherlich einer der modernsten Lieder auf dem Album. Für Britney Spears oder den Black Eyed Peas sicherlich interessant. Der Track „Green“ hört sich ein wenig nach einer Ballade von Depeche Mode aus den Anfängen an. „Bondage of Fate“ hätte man sich mitunter ebenso sparen können. Den Abschluss bildet „The Right sight?“. Hier könnte es sich ebenso um einen Track von Jean Michel Jarre handeln, trotzdem bleibt die Handschrift von OMD erkennbar. Mit 8:20 Minuten ist „The Right Side?“ ein würdiges Ende des Longplayers.

„History of Modern“ ist ein eindrucksvolles Album, aber nicht das Maß aller Dinge. Bei den anfänglich genialen Songs flacht der Longplayer etwas ab. Dennoch ein gutes hörbares Album und ein Muss für jeden Fan.

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