Kritik | Here I Am von „Kelly Rowland“

Küstler:
Kelly Rowland
Redaktions-Wertung:
Titel:
Here I Am
Release:
02. Dezember 2011
LeserInnen-Wertung:

I’m not cocky, I just love myself. Diese Textzeile aus „I’m Dat Chick“ scheint stellvertretend für Kelly Rowlands neuestes Album zu stehen. Das hat sie nämlich simpel „Here I Am“ genannt. So, als hätte man nur auf sie und diese CD gewartet. Und in gewisser Weise stimmt das sogar, denn ihr letzter Longplayer „Ms. Kelly“ liegt bereits vier Jahre zurück. Obwohl sie in der Zwischenzeit nicht untätig war, sondern vor allem gemeinsam mit David Guetta fleißig an Ohrwürmern gebastelt hat, war die Zeit reif für ein neues Album. „Das hier ist haargenau der Sound, mit dem ich mich zurückmelden wollte, mit dem ich ‘Hier bin ich wieder’ sagen wollte“, so Kelly. In den USA ist „Here I Am“ bereits im Juli veröffentlicht worden, hat es bis auf #3 geschafft und wurde vergoldet, hierzulande ist es ab dem 2. Dezember zu haben.

Vielleicht um die lange Pause seit dem letzten Album etwas wettzumachen, beinhaltet „Here I Am“ beachtliche 17 Tracks. Darunter sind etliche Featurings, u.a. mit David Guetta, Lil Wayne oder auch Big Sean. Musikalisch streift Kelly so ziemlich jedes Genre, wobei sie sich vom puren R&B immer mehr verabschiedet und doch etwas stärker in Richtung Dance tendiert. Das zeigen besonders Titel wie „Each Other“ oder „Turn It Up“ und natürlich die Nummern mit David Guetta. Kelly sagt dazu: „R&B ist und bleibt jedoch das Fundament für mich, aber z.B. mit einem wie Rico Love kann man von dort aus in jede Richtung aufbrechen. Dance, Urban, ganz egal eigentlich. Ich musste nur aufpassen, dass es ein stimmiges Ganzes ergibt.“

Bei „Here I Am“ ist ihr das gelungen. Es ist kein Album, das direkt beim ersten Hören ins Ohr geht. Aber es ist eines, das sich nach und nach entfaltet. Die Featurings mit David Guetta – „Commander“ und „When Love Takes Over“ haben den Vorteil, dass man sie rund um den Globus natürlich längst kennt und sie ihre Wirkung nicht verfehlen. Es sind aber auch die sanften, balladesken Nummern, die Kelly wieder gelingen und einen schönen Ausgleich zu den schnelleren, teils sehr elektronischen Songs darstellen.

Schon bei Destiny’s Child wusste sie, wie man Hits macht. Über 60 Millionen verkaufte Alben sprechen eine eindeutige Sprache. Dennoch scheint es, als würde ihr besonders die Zusammenarbeit mit anderen Acts wirklich zum Wachstum verhelfen und dafür sorgen, dass sie sich weiterentwickelt. Für „Here I Am“ hat sie sich eine ganze Riege an Produzenten ins Boot geholt: Dr. Luke, Stargate, Salaam Remi, Ne-Yo, Rico Love, Jim Jonsin, RedOne, Tricky Stewart, Esther Dean, Rodney Jerkins und eben David Guetta. Das Ergebnis ist ein Album voller Facetten, dessen erste Auskopplung „Down For Whatever“ Kelly wieder ordentlich in die Charts bringen dürfte.

Den Albumplayer zu „Here I Am“ gibt es hier!

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