Kritik | Heartthrob von „Tegan and Sara“

Küstler:
Tegan and Sara
Redaktions-Wertung:
Titel:
Heartthrob
Release:
08. Februar 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

In der musikalischen Geschichte gibt es viele Doppel, die es zu großem Erfolg gebracht haben: Sonny & Cher, Daft Punk, Eurythmics, OutKast oder Hall & Oates zum Beispiel. Ein Duo, das ebenfalls Großes vorhat, sind Tegan and Sara. Schwestern, Zwillinge, die mehr als nur die Liebe zu bunter Musik verbindet.

Das kanadische Familiengespann spielt bereits seit frühester Kindheit diverse Instrumente (Gitarre, Klavier) und hatte schon während der Highschool eine eigene Band. Damals war Punk ihr Ding. Ihren großen Durchbruch hatten die beiden Talente aber erst etliche Jahre später. Zur Jahrtausendwende, um genau zu sein. Da wurden sie von Neil Young entdeckt und unter Vertrag genommen. Zack, so einfach kann das gehen. Zusätzlich half der Bekanntheit, dass ihre Songs in vielen TV-Sendungen verwendet wurden.

Liebe geht durch den Magen. Musikalische Liebe eben durchs Ohr. Klammheimlich haben sich Tegan und Sara nach und nach in die Herzen der kanadischen und amerikanischen Nation gesungen, CD um CD veröffentlicht und auch getrennt voneinander verschiedene Projekte abgewickelt.

Ihr erstes Album – damals noch in Eigenregie – ist bereits 1999 erschienen. Es folgten viele weitere wie „The Con“ (2007) und nun eben „Heartthrob“ (2013). Zwischendrin konnte man sich kürzlich mit der Werkschau-EP „In Your Head: An Introduction To Tegan And Sara“ einen Überblick über das bisherige Schaffen des Duos verschaffen.

Doch egal, was es da zu hören gab: „Heartthrob“ wirbelt dies alles durcheinander. Das Album wirkt wie ein gigantischer Kaugummiautomat: poppig, knallbunt, geschmacklich immer wieder anders. Unterstützt wurden die Schwester dabei von Multiinstrumentalist Greg Kurstin, Bassist Justin Meldal-Johnsen (Beck, Nine Inch Nails, P!ink) und Producer Mike Elizondo (Dr. Dre, Eminem, Nelly Furtado). Erstmals gab es ein gemeinsames Co-Writing. Vielleicht unterscheidet sich das neue Album deshalb auch hörbar von den Vorgängern. Es ist auf jeden Fall ein wunderbar lebendiges und übersprudelndes Stück Musik geworden, dem jeder etwas abgewinnen dürfte. Kanadischer Pop mit elektronischer Note.

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