Kritik | Heal von „Loreen“

Küstler:
Loreen
Redaktions-Wertung:
Titel:
Heal
Release:
24. August 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Seit „Euphoria“ und ihrem Sieg beim Eurovision Song Contest ist Loreen in aller Munde. Und Ohren. Die 29-Jährige hat mit ihrem Sieg den Auftakt zu einer beeindruckenden Karriere geschafft: Über 1 Million verkaufte Einheiten (davon allein in Deutschland mehr als 500.000), Platz 1 in 18 Ländern, Überschüttung mit Gold und Platin. „Euphoria“ schaffte es fast spielerisch zum Outsider-Sommerhit (neben „I Follow Rivers“ oder „One Day/Reckoning Song“), legt die Messlatte aber natürlich sehr hoch. Jetzt ist es aber da: Loreens erstes Album „Heal“.

Bei diesem zeigt sich schnell, dass die Schwedin durchaus den Erwartungen gerecht werden kann. Wie auch schon bei „Euphoria“ zieht sich ein unüberhörbarer Dance-Sound durch die Scheibe. Dieser wirkt aber keinesfalls künstlich, sondern harmoniert sogar sehr gut mit Loreens Stimme. Der Opener „In My Head“ bildet einen gelungen Einstieg und trägt einen förmlich durch das Album.

Auf dem geht es gut weiter. Auch die restlichen elf Tracks entwickeln schnell eine eigene Stärke und damit Anziehungskraft. Alles in allem erinnert die Mischung aus Dance, Pop und R&B an Skandinavien-Kollegin Medina, die damit ja nicht gerade unerfolgreich ist. Im Gegensatz zu ihr wirkt bei Loreen aber alles etwas weniger technisch und überzogen.

Das liegt nicht nur an der warmen, kraftvollen Stimme der Sängerin mit marokkanischer Herkunft, sondern auch daran, dass die Tracks dezent und ansprechend produziert sind. Nur selten stehen Beats im Vordergrund. Sie bilden vielmehr ein sanftes, aber bestimmendes Bett, auf dem sich Loreens Vocalparts wunderbar ausstrecken können. Songs wie „Everytime“ oder „Do We Even Matter“ zeigen, dass die hübsche Schwedin mehr als nur ein One-Hit-Wonder ist. Das Album wurde zwar recht zügig aufgenommen, wirkt aber keinesfalls lieblos zusammengeschossen. Loreens Stärken liegen eindeutig in den etwas langsameren Nummern. Hier kann sie sich vollkommen entfalten. Ein paar Nummern bleiben blass und belanglos, im Gesamten ist das Album aber ansprechend geworden.

Der „Best Swedish Act“ (MTV European Music Awards) beweist damit auch, dass er endlich irgendwo angekommen ist. Denn Loreen hat sich viele Jahre erfolglos im Business versucht, sogar an einer Castingshow teilgenommen und 2011 knapp den Einzug für den Eurovision Song Contest in Deutschland verpasst. Schon fast ein Hohn, dass sie den Contest nur ein Jahr später haushoch gewinnen konnte. Und zwar mit der bislang zweithöchsten Punktzahl (372 Punkte)  in der Geschichte des Musikwettbewerbs. Nur Alexander Rybak mit „Fairytale“ (387) musste sie sich knapp geschlagen geben. Aber der kommt ja auch aus Skandinavien. Ebenso wie Lordi, die 2006 für Finnland immerhin 292 Punkte holen konnte. Wie machen die das nur?

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1 Kommentar

  1. Loreen ist die aller aller beste Popsängerin . Bei allem was sie macht und tut wierd man geflasht und euphorisiert. Love Loreen 🙂

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