Kritik | Free Wired von "Far East Movement"

Küstler:
Far East Movement
Redaktions-Wertung:
Titel:
Free Wired
Release:
1. April 2011
LeserInnen-Wertung:

Die Black Eyed Peas sollten sich warm anziehen, denn sie haben aktuell erfolgreiche Konkurrenz aus Fernost, die auch ohne eine Fergie auskommt. Wobei, eigentlich sind Far East Movement ja ein amerikanisches Quartett, das seine Wurzeln u.a. in Japan, China und Korea hat und gar nicht so asiatisch ist, wie es der Name vermuten lässt. Lustig ist aber, dass praktisch beide Bands ihre Formationen in Los Angeles gegründet haben. Die BEP 1989 bzw. 1995, FEM 2003. Ja, Far East Movement sind schon seit bald acht Jahren dabei, haben aber erst im vergangenen Jahr mit ihrer Single „Like A G6“ den internationalen Durchbruch geschafft. Zu verdanken ist das sicher Stars wie Rihanna, Lady Gaga oder Mike Posner, bei deren Tourneen FEM als Vorgruppe zu sehen waren.

Fans der „The Fast And The Furious“-Reihe dürften die vier Jungs aber vielleicht schon anderweitig kennen, denn ihr Song „Round Round“ war auf dem Soundtrack zu „Tokyo Drift“ zu finden und auch recht erfolgreich. Von den weiteren Singles, die J-Splif, DJ Virman, Kev Nish und Prohgress in den letzten Jahren veröffentlicht haben, kann man das leider nicht sagen. Auch die vier Alben von Far East Movement sind irgendwie komplett untergegangen. 2011 wollen sie es nun mit „Free Wired“ wissen, auf dem neben der ersten Singleauskopplung „Like A G6“ auch der Track „Rocketeer“ zu finden ist, der derzeit auf sämtlichen Radiostationen hoch und runter gespielt wird. Die Nummer ist, im Gegensatz zu ihrem Vorgänger, überraschend sanft und nicht ganz so elektronisch wie die restlichen Songs auf dem Album, was vielleicht an der Unterstützung von Ryan Tedden (One Republic) liegen könnte. In den USA steht sie bereits in den Top 10, wobei man sagen muss, dass sie dort auch bereits im Dezember 2010 veröffentlicht wurde. In den deutschen Hitlisten tummelt sich „Rocketeer“ derzeit auf einem Platz 40.

Neben den beiden Tracks finden sich noch acht weitere Songs auf „Free Wired“. Diese bleiben trotz prominenter Unterstützung (Keri Hilson, Snoop Doog oder Natalia Kills) aber doch recht blass und brauchen eine ganze Weile, sodass der Opener „Girls On The Dancefloor“ ft. Stereotypes, „She Owns The Night“ ft. Mohombi und „2 Is Better“ ft. Natalia Kills & Ya Boy noch zu den hörenswertesten Titeln zählen. Die meiste Zeit erinnern FEM doch recht stark an die Black Eyed Peas, nur dass eben die Abwechslung fehlt. „Free Wired“ ist dennoch ein recht solides Album mit tanzbaren Songs, das sich entspannt durchhören lässt und Freunden von Electro-Mixen gefallen dürfte.

Vielversprechend ist übrigens auch der Track „2gether“, den die Jungs gemeinsam mit Roger Sanchez und Kanobby aufgenommen haben. In den USA ist er bereits Ende des letzten Jahres erschienen, im UK erst vor wenigen Tagen.

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