Kritik | Fortune von Chris Brown

Küstler:
Chris Brown
Redaktions-Wertung:
Titel:
Fortune
Release:
29. Juni 2012
LeserInnen-Wertung:

Die Zeichen stehen gut für Chris Browns neues Album „Fortune“. Und das nicht nur wegen des Covers.

Nein, es ist sein fünfter Studio-Longplayer und zugleich der Einstand bei seinem neuem Label RCA Records. Und damit der gelingt, hat der 23-Jährige mit zahlreichen Produzenten zusammengearbeitet, darunter Brian Kennedy, Fuego, Danja und The Underdogs. Und sie waren nicht die Einzigen, die ihren Beitrag zu „Fortune“ geleistet haben.

Denn auf der Schreibe geben sich die ganz großen Namen des Business mal wieder die Klinke in die Hand: nach Kollaborationen mit Calvin Harris, Pitbull, Diplo, David Guetta oder Nicki Minaj sind es diesmal Künstler wie Wiz Khalifa und Big Sean („Till I Die“), Kevin McCall („Strip“) oder Sabrina Antoinette („Trumpet Lights“), die vertreten sind.

Eigentlich sollte „Fortune“ ja als zweite Disc des ursprünglich als Doppel-CD angekündigten Albums „F.A.M.E“ (2011) erscheinen, weil zu viele Songs „übrig“ waren. Dann entschied man sich aber doch, die Scheibe sechs Monate später solo zu veröffentlichen. Daraus ist aber ebenfalls nichts geworden. Letztendlich ist die Veröffentlichung hierzulande nun am 29. Juni, in den USA am 3. Juli. Aber auch das ist nicht weiter tragisch, schließlich hat Chris Brown mit „Turn Up The Music“ (Lead Single), „Sweet Love“, „Till I Die“ und „Don’t Wake Me Up“ bereits vier Singles ausgekoppelt. Allerdings war davon nur eine wirklich erfolgreich und konnte die Top 10 entern.

So ganz gelingt der Spagat irgendwie nicht, den Herr Brown mit seinem neuen Album vollführen will. „Fortune“ ist ähnlich wie „F.A.M.E“, aber nicht unbedingt besser. Es ist noch elektronischer, noch technischer. Dafür ist auch Benny Benassi mitverantwortlich, denn er hat sich um das Sound-Finish gekümmert. Produzent David Banner hat das Album vor geraumer Zeit zwar so beschrieben: „Es wird Leute wieder in die Clubs locken. Und es wird die Sichtweise auf den R&B ändern“, hat damit aber nur teilweise Recht.  Klar, Rhythums ist vorhanden, ebenso wie jede Menge Bass. Besonders zum Ende hin wird „Fortune“ aber immer minimalistischer, immer fordernder.

Ist der Auftakt mit der wohl stärksten Nummer „Turn Up The Music“ noch recht genretypisch, ändert sich das mit zunehmender Trackzahl. Es kommen vermehrt elektronische Elemente dazu, verzerrte Soundfetzen und Stimmen. Zwischen all der Spielerei finden sich dann aber auch etwas ruhigere und wirklich gelungene Titel wie „Don’t Judge Me“, „2012“ oder „Biggest Fan“, von denen man sich eigentlich mehr gewünscht hätte.

Dennoch ist „Fortune“ hörenswert und nicht zwingend schlecht geworden. Die Mischung ist abwechslungsreich, der Beat stimmt. Sowohl für einen Step auf die Tanzfläche als auch ein unscheinbares Kopfnicken im eigenen Wohnzimmer. Es wäre nur durchaus mehr drin gewesen für Mr. Brown.

Tracklist Album:

1. Turn Up The Music – Brown, Chris / Underdogs, The / Fuego
2. Bassline – Dirty
3. Till I Die – Main Version – Brown, Chris Feat. Big Sean & Wiz Khalifa
4. Mirage – Dirty – Brown, Chris Featuring Nas
5. Don’t Judge Me
6. 2012
7. Biggest Fan – Dirty
8. Sweet Love
9. Strip – Explicit Version – Brown, Chris Feat. Kevin Mccall
10. Stuck On Stupid
11. 4 Years Old
12. Cadillac – Brown, Chris Featuring Sevyn
13. Don’t Wake Me Up
14. Trumpet Lights – Dirty – Brown, Chris Featuring Sabrina Antionette

DLX:
15. Tell Somebody
16. Free Run
17. Remember My Name – Brown, Chris Featuring Sevyn
18. Wait For You
19. Touch Me – Brown, Chris Featuring Sevyn

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