Kritik | Forever 2.0 von „Medina“

Küstler:
Medina
Redaktions-Wertung:
Titel:
Forever 2.0
Release:
07. Dezember 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Medina ist ein skandinavisches Phänomen. Seit sie mit „You & I“ erstmals von sich hat hören lassen, steht ihre Welt nicht mehr still. Ihr 2010er-Debüt „Welcome To Medina“ wurde erst kürzlich von EMI mit einem Goldaward ausgezeichnet und der Nachfolger „Forever“ schaffte es aus dem Stand auf einen beachtlichen Platz 8 in Deutschland. Klar, dass die Tourneen der 30-Jährigen ausverkauft sind.

Ihren Fans macht die Dänin kurz vor Weihnachten jetzt aber noch ein kleines Geschenk: Am 7.12. ist eine neue, erweiterte Version ihres zweiten Albums erschienen. Die heißt schlicht „Forever 2.0“ und enthält fünf neue Tracks: „Fool (I Feel Bad For You)”, „I’m Waiting”, „Junkie feat. Svenstrup & Vendelboe“, „Perfect Drug“, „Happening feat. Lloyd“.

Und die passen wie die Faust aufs Auge. Heißt: Sie fallen stilistisch absolut nicht aus dem Rahmen, sondern klingen wie aus einem Guss. Dass man den recht mainstreamingen Dance-Pop, den Medina abliefert, dafür mögen muss, steht außer Frage. Dennoch gibt es genug Leute, die mit ihrer Musik sehr wohl etwas anfangen können. Nicht ohne Grund zählen ihre Videos zu den erfolgreichsten („You And I” hat über 16 Millionen Views auf YouTube) und Medina wird mit Awards nahezu überhäuft (fünffache „Danish Music Awards“-Gewinnerin, dreifache MTV Awards-Gewinnerin in der Kategorie „Best Danish Act“).

Ob „Forever“ die kleine Generalüberholung wirklich gebraucht hätte, darüber lässt sich streiten. Die fünf neuen Titel sind ziemlich elektronisch, teils etwas überzogen. Sie sind keine Kracher, passen aber auf das Album. Wünschenswert wäre allerdings, dass sich Medina doch wieder etwas mehr dem Pop zuwendet, mit dem sie ihre Karriere begonnen hat. Die 90s-lastigen Dance-Beats und -Bässe sind streckenweise einfach too much und unnötig.

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