Kritik | Electra Heart (Deluxe Edition) von „Marina And The Diamonds“

Küstler:
Marina And The Diamonds
Redaktions-Wertung:
Titel:
Electra Heart
Release:
11. Mai 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Mit „I Am Not A Robot“ und „Hollywood“ ist Marina And The Diamonds 2009 bzw. 2010 bereits erstmals positiv auffällig geworden. Ihr Debütalbum  „The Family Jewels“ hat dann direkt die Top 5 geentert und im UK Goldstatus erlangt. Doch das reicht natürlich noch nicht. 2012 will es die Tochter einer Waliserin und eines Griechen erneut wissen und schiebt mit „Electra Heart“ einen zweiten Longplayer nach. Und der ist schlicht grandios geworden.

Die Scheibe steckt so voller elektrischer Klangwelten, Vielfalt und pulsierendem Leben, das man direkt in ein fremdes Sound-Universum geschmettert wird. Dort lässt man sich nur zu gern treiben und davon überraschen, wie ein Song den anderen jagt und doch wieder ganz anders klingt. Die erste Single „Primadonna“ wurde bereits veröffentlicht und zählt ohne Frage zu den besten Titeln des Albums. Sie beginnt zart und zuckersüß, fährt dann aber die volle Bass-Maschinerie auf und geht direkt in die Beine. So passiert es bei vielen Tracks. Und die Deluxe Edition bietet in der Gesamtheit immerhin satte 16 Songs.

„Electra Heart“ dokumentiert damit künstlerische Evolution in Reinkultur: Die Wandlung eines ohnehin schon mehr als außergewöhnlichen Newcomeracts zu einer völlig neuen, bisher noch nie gesehenen und nie gehörten Spezies. Der Moment, in dem die Raupe zum Schmetterling wird; das Herz erst richtig anfängt zu schlagen. Elektrisch, elektrisierend, mitreißend. Besonders Titel wie „Fear And Loathing“, „Living Dead“, „Lies“ und „The State Of Dreaming“ gehen sofort ins Ohr.

Auch die restliche Tracklist ist schillernd, melodisch verspielt, rhythmisch oszillierend und voller Electro-Euphorie. Kein Wunder, war doch die A-Produzentenriege in Form von Dr. Luke (Katy Perry, Taio Cruz, Nicki Minaj…), Liam Howe (Sneaker Pimps, Adele, Ellie Goulding…), Greg Kurstin (Lily Allen, P!ink, Sophie-Ellis Bextor…) und Rick Nowels (Madonna, Lykke Li, Cee Lo Green…) an „Electra Heart“ beteiligt. Entstanden ist ein Pop-Longplayer mit sehr dance-lastigem Electrocharme, der mit verspielten Melodien und jeder Menge Beats aufwartet. Bunter und spielerischer kann Pop gar nicht sein.

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