Kritik | “Double Dutchess” von Fergie

Küstler:
Fergie
Redaktions-Wertung:
Titel:
Double Dutchess
Release:
22. September 2017
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Fans rund um den Globus waren in den letzten Jahren schon etwas pissed, dass von ihrem Idol Fergie nur noch wenig kam. Die achtmalige Grammy-Gewinnerin kommt dafür jetzt gleich mit einem Doppelaufschlag zurück: Ihrem zweiten Longplayer „Double Dutchess“ und ihrem ersten visuellen Album „Experience“.

Fergie-Fans wurden gestern regelrecht überrollt mit einer Flut an neuen Videos: „Hungry“, „You Already Know“, „Like It Ain’t Nuttin“, „Enchanté (Carine)“, „Just Like You“ und „Save It Til Morning“. Die Clips wurden alle am Release Day veröffentlicht.

Für Fergie erzählt „Double Dutchess“ die Geschichte einer Verwandlung. Privat war es bei ihr ziemlich actionreich in den letzten Monaten, es hat sich jede Menge emotionaler Ballast angestaut. Die Scheidung von Josh Duhamel nach acht Ehejahren dürfte dabei keine unwesentliche Rolle gespielt haben. Denn obwohl Fergie in vielen Interviews so tut, als wäre alles bestens und die Trennung in aller Freundschaft passiert, berichten Medien inzwischen von einem bitteren Sorgerechtsstreit um den gemeinsamen Sohn des Paares, Axl. 

Das Album dürfte für Fergie eine gute Möglichkeit gewesen sein, all das zu verarbeiten und sich abzulenken. Sie hat viele Nächte daran gearbeitet, dass ihr zweites Album perfekt wird. Und um es noch aussagekräftiger zu machen, wollte sie auch etwas Visuelles dazu abliefern: „Experience“. Das erinnert natürlich direkt an Beyoncé und „Lemonade“, aber Fergie versucht, ihren eigenen Weg zu gehen.

Das Interessante: Nach dem ersten Durchhören der Scheibe war ich recht ernüchtert. Ein paar Songs waren hängengeblieben, wie zum Beispiel „Save It Til Morning“ oder „Just Like You“, der Großteil war aber austauschbar. Nachdem ich mir aber alle bereits veröffentlichten Videos zu den Songs angesehen habe, habe sie plötzlich eine unheimliche Kraft entwickelt. „Save It Til Morning“ wurde plötzlich zur erwachsenen Version von „Big Girls Don’t Cry“ und „Hungry“ zu einem düsteren, sexy Gothic-Clip. Regie führte hierbei übrigens der brasilianische Künstler Bruno Ilogti.

„Double Dutchess“ ist in jedem Fall ein würdiger Nachfolger für „The Dutchess“: Reifer, geheimnisvoller, verführerischer. Auch, wenn unglaubliche elf Jahren zwischen den beiden LPs liegen! Sieht man Fergie in den Clips kann man kaum glauben, dass sie schon 42 ist. Auch wenn hier sicherlich an der ein oder anderen Stelle nachgeholfen wurde – Fergie ist back! Und zwar mit Pauken und Trompeten.

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