Kritik | DNA von „Little Mix“

Küstler:
Little Mix
Redaktions-Wertung:
Titel:
DNA
Release:
19. April 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Castingshows sind heutzutage doch immer noch das beste Sprungbrett. Das dürften auch Little Mix so sehen, denn die Band verdankt ihre Existenz  der achten Staffel der britischen Erfolgs-TV-Sendung „The X Factor“, die international schon Stars wie Leona Lewis oder Alexandra Burke hervorgebracht hat.

Jesy, Jade, Leigh-Anne und Perrie stellen dabei die erste Girlgroup, die überhaupt jemals bei „The X Factor“ gewinnen konnte. Gut, dass sie sich untereinander wirklich super verstehen und die Chemie stimmt. Das macht den Alltag nicht nur leichter, es ist auch auf dem ersten Album des Quartetts spürbar. „Wir sind alle ziemliche Spinner, aber jeder auf eine andere Weise“, lacht Jesy als Antwort auf die Frage, warum sie denn so gut zusammen passen. „Es ist seltsam – wir scheinen das Verrückte in uns gegenseitig ans Tageslicht zu bringen.“

Und diese Verrücktheit klingt überraschend unterhaltsam. „DNA“ ist ein bunt gemixtes Debüt, das sich keinem Genre so richtig zuordnen lässt. Vertreten sind sowohl Pop als auch R’n’B, Electro und Dubstep. Von jedem etwas. Das ist nicht nur tanzbar, das lässt sich auch problemlos durchhören. Läuft die Scheibe einmal im Player, kann man sich gänzlich ohne Skipping auf Little Mix einlassen. Bei „Love Drunk“ lässt der Sound von Benny Benassi grüßen, bei „Make You Believe“ oder dem Ohrwurm „Change Your Life“ wird es dafür etwas balladesker. So oder so macht das Quartett seinem Namen alle Ehre. „DNA“ ist ein bunter, animierender Mix. Dem Album gelingt es, die Persönlichkeiten aller Mädchen abzubilden, und gleichzeitig zu zeigen, was sie als Gruppe so besonders macht.

Kein Wunder, schließlich gab es bei der Entstehung fleißige Helfer aus der britischen Pop-Elite. Mit dabei waren u.a. Xenomania, Nicola Roberts, Future Cut, Biff Stannard und Steve Mac. Nicht zuletzt sind aber die vier Mädels dafür verantwortlich, wie ihr erstes Album geworden ist. Und offenbar war es eine gute Entscheidung, nichts zu überstürzen. „DNA“ kann sich absolut hören lassen!

Vielleicht kehrt die Ära der Girlbands mit Little Mix ja zurück. Denn wer kann als Newcomer schon ein Feature mit Missy Elliott vorweisen („How Ya Doin‘?“)? Das haben nicht mal die Spice Girls geschafft.

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