Kritik | Django Django von „Django Django“

Küstler:
Django Django
Redaktions-Wertung:
Titel:
Django Django
Release:
27. April 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Django Django klingt ein bisschen nach Voodoo, ist in Wahrheit aber absolut grandiose Indie-Musik, die im UK schon länger umjubelt wird. Nun will die Lieblingsband von Modezar Karl Lagerfeld auch Deutschland im Sturm erobern und dürfte mit dem grandiosen Debütalbum „Django Django“ direkt einen Volltreffer landen. Da sind sich vertrauenswürdige Kollegen wie das Uncut Magazin („Debut of the month“), The Guardian, das Mojo oder das Q-Magazin mit Höchstwertungen einig. Der Frühsommer wird in diesem Jahr ganz eindeutig django-lastig!

Und das ist auch gut so, denn Django Django haben viel zu viel Zeit im Schlafzimmer ihres Drummers, Produzenten und Bandchefs David Maclean verbracht. Ihr Sound ist zu gut für vier kleine Wände. Damit muss man raus aus East London, raus in die große weite und bunte Welt. „Django Django“ macht in dieser Hinsicht alles richtig. 13 Titel verleiten zum Mitklatschen, Wippen, Zehenwackeln und lassen sich bei den traumhaften Temperaturen überall hören. Das Album steckt so voller Vielfalt, dass man sich gar nicht satt hören kann.

„Es gab absolut keinen Druck, uns irgend einem hergelaufenen Produzenten in die Arme werfen zu müssen und zwei nervenzermürbende Wochen später mit einem Album um die Ecke zu kommen“, sagt Maclean über die Arbeit am Album. „Vielleicht wird irgendein mysteriöser Strippenzieher bedrohlich mit der Faust auf den Tisch hauen, und einen Hit nach dem nächsten von uns verlangen. Doch zumindest diesmal hatten wir den Luxus, uns in Ruhe darüber klar zu werden, wo wir musikalisch hin wollten und wie die Reise aussehen sollte!“

Und das hat sich gelohnt. Fantastische Nummern wie „Love’s Dart“, „Wor“, „Life’s A Beach“ oder der absolute Kracher „Hail Bop“ machen einfach Lust auf mehr und sind so herrlich unkompliziert, dass sie zu einem Glas Wasser ebenso gut klingen wie zu einem Cocktail. „Wir haben während des Songwritings eigentlich nicht wirklich bewusst darauf geachtet, dass sich am Ende alles wie ein kompaktes Album anhört. Der ganze Plan war nur, eine gewisse Gemeinsamkeit zwischen den Stücken heraus zu arbeiten“, erklärt Tommy. Mission erfüllt, kann man da nur sagen.

Schon 2009 erntete das Quartett Vincent Neff (Gesang, Gitarre), Jimmy Dixon (Bass), Tommy Grace (Keyboards) und David Maclean (Drums) mit seiner ersten Doppel-A-Single „Storm/Love’s Dart“ erste Aufmerksamkeit. Nachdem man sich im heimischen Edinburgh gemeinsam durch die Kunsthochschule gequält hatte, traf man sich irgendwann im aufregenden London wieder, um noch aufregendere Songs zu schreiben. Irgendwas zwischen psychedelischen Artrock-Abenteuern und pulsierend live dargebotenen Electronic-Elementen. Ein gelungenes Experiment, welches Django Django seither auf immer neue, immer spannendere Levels treiben und das mit „Django Django“ nun einen ersten sehr hörenswerten Höhepunkt erreicht hat. Unbedingt kaufen!

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