Kritik | Continue von „WAX“

Küstler:
WAX
Redaktions-Wertung:
Titel:
Continue
Release:
28. Juni 2013
LeserInnen-Wertung:

„Rosana, freaky little mama …“ Hört man diese Textzeile, weiß man eigentlich sofort, um welchen Song es geht: Genau, „Rosana“. Mit dem hat Michael Jones alias WAX mal eben einen DER Sommerhits 2013 abgeliefert. Eine mexikanische Hymne mit jeder Menge Doppeldeutigkeit, die auch dank des ziemlich freizügigen Video punkten konnte. Mehr als 22 Millionen Mal wurde der Clip bereits angeklickt. Ob das an der Nummer an sich oder der weiblichen Darstellerin liegt, sei mal dahingestellt.

Fakt ist aber, dass WAX nicht lange fackelt, sondern seinen Fans auch direkt ein fettes Album liefert. „Continue“ nennt sich das. Und der Titel ist sicher nicht ohne Grund gewählt. Michael ist kein Neuling in der Branche. Der MC ist Songwriter, Multi-Instrumentalist und Produzent in einer Person. Gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Herbal T hat er bereits zahlreiche Video-Clips zu seinen Tracks produziert und sich so einen Namen im Business gemacht.

Auf „Continue“ zeigt er jetzt, wie chillig und auch melodisch HipHop sein kann. Sein Soundgemisch ist explosiv, aber zugleich auch unheimlich locker. Er ist kein neuer Eminem, kein „weißer Rapper 2.0“, falls das jemandem in den Kopf gekommen sein sollte. WAX‘ Stil geht in eine ganz andere Richtung und mischt so ziemlich alle Genres auf. Von Latin bis hin zu Rock’n’Roll. Das macht Spaß und ist mehr als unterhaltsam.

„Ich denke, der Grund für meinen authentischen Sound liegt darin, dass ich schon so lange Musik mache! Ich hatte eine eigene Band, mit der ich vor Live-Publikum  aufgetreten bin. Und ich habe einen Zwillingsbruder, mit dem ich aufgewachsen bin während wir zusammen Musik gemacht haben. Wir haben uns gegenseitig hochgeschaukelt und beeinflusst.“

Für diese Authentizität gibt es genug Beweise, denn die Tracklist von „Continue“ weist mal eben amtliche 18 Titel auf! Einige gehen in die gleiche Richtung wie „Rosana“, WAX zeigt aber auch, dass er noch ganz anders rappen kann. Seit er zehn ist, macht er Musik. Und man merkt, dass er es mit 32 auch immer noch mit Hingabe tut. Er hat bereits einige Alben und EPs veröffentlicht, doch „Continue“ zeichnet ganz klar den Weg, der ab jetzt eingeschlagen wird. Und auf dem folgt man ihm gern!

„What’s my motherfucking name?“

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