Kritik | “Climate Change” von Pitbull

Küstler:
Pitbull
Redaktions-Wertung:
Titel:
Climate Change
Release:
17. März 2017
LeserInnen-Wertung:
Genre:

file3Es braucht nur wenige Takte und schon weiß man, dass es sich um einen Song von Pitbull handelt. Armando Christian Perez, so sein bürgerlicher Name, hat es von den Straßen Miamis zum gefeierten Weltstar mit Millionen-Hits geschafft und einen Sound geprägt, der unverkennbar ist.

Im Laufe seiner Karriere hat er über 70 Millionen Singles und 6 Millionen Alben verkauft. Die offiziellen Videos des Künstlers verbuchen bis dato über 9 Milliarden Aufrufe. Keine Frage: Pitbull ist eine kleine Fleißmeise und hat gefühlt schon mit so ziemlich jedem Künstler aus dem Business im Studio gestanden.

Auch auf seinem neuen Album “Climate Change” hat sich der 36-jährige Rapper tatkräftige Unterstützung geholt: Kiesza, Leona Lewis, Jason Derulo, Jennifer Lopez, LunchMoney Lewis & Flo Rida, Stephen Marley,… Das inzwischen zehnte Album des Grammy-Preisträgers kann sich namentlich absolut sehen lassen.

Musikalisch ist es aber wenig spannend – es sei denn, man ist absoluter Fan das mainstreamigen Pitbull-Sounds. Die meisten Songs sind simple Dance-Nummern mit eingängigem Refrain und verschwinden schon nach dem ersten Hören in der Bedeutungslosigkeit. Wenige Titel wie “Can’t Have” (interessanter Beat), “We Are Strong” (ein sehr gelungenes Cover von “Love Is A Battlefield” von Pat Benatar) und “Educate Ya” stechen aus der Masse heraus, weil sie eben nicht dem 08/15-Schema folgen.

Schade, dass es nicht mehr Titel in der Güte der oben genannten gibt, sondern Pitbull eher auf schnell produzierte, flache Nummern mit großen Namen setzt. Im Gesamten bleibt das Album blass. Und von welchem “Klimawechsel” Pitbull auch immer spricht: Uns ist weder richtig warm noch kalt beim Hören seiner aktuellen Scheibe geworden.

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