Kritik | (c)lick me von „Junksista“

Küstler:
Junksista
Redaktions-Wertung:
Titel:
(c)lick me
Release:
27. Mai 2011
LeserInnen-Wertung:

Für das, was Junksista auf ihrer EP „(c)lick me“ so von sich gibt, hätte man ihr früher den Mund mit Seife ausgewaschen und Muttis mahnender, böser Blick wäre ganz sicher in Form einer Kohle vom Weihnachtsmann verstärkt worden. Im 21. Jahrhundert sind die Gedanken aber zum Glück frei und Junksista muss kein Blatt vor den hübschen Mund nehmen. Überhaupt ist die Sängerin die Provokation in Person. Denn schon das Cover und der EP-Name verraten, dass man hier an Zweideutigkeiten nicht vorbei kommt. Die sind aber so charmant in einen Mantel aus Electro und Pop gehüllt, dass der lyrische Exhibitionismus absolut keine Erregung öffentlichen Ärgernisses bedeutet. (Wobei man auch das wieder auslegen kann, wie man will … ;-))

Junksista ist allerdings kein rein weibliches Projekt. Unterstützung erhält Sängerin Diana, die aus einer Kleinstadt in Süddeutschland stammt und bereits mit jungen Jahren ihr Faible für die Musik entdeckt hat, von Jürgen „Boog“ Brischar, dem sie 2002 erstmals begegnet ist. Gemeinsam fabrizieren sie seit 2010 äußerst hörenswerte elektronische Musik, die schmutzig, anzüglich und zugleich wunderbar tanzbar ist. Die vier Tracks der EP „(c)lick me“ machen nicht nur neugierig, sie haben echtes Potenzial und dürften in so manchem Club für ordentliche Endorphin- und Schweißausbrüche sorgen. Besonders „Fruits“ und „Hookers And Booze“ sind absolute Ohrwurm-Kandidaten, bei denen es nicht verwundert, dass das Duo mit Acts wie Justice oder Peaches verglichen wird. Und wie heißt es doch so schön? Gute Mädchen kommen in den Himmel. Böse überall hin!

Wer neugierig auf die Musik von Junksista ist, der sollte sich den 27.05.2011 ganz dick im Kalender anstreichen. An diesem Tag veröffentlicht das Duo online die 4-Track EP „(c)lick me“, bei der lüsterne Gedanken nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht sind!

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