Kritik | Busy Days For Fools von „Lee Burton“

Küstler:
Lee Burton
Redaktions-Wertung:
Titel:
Busy Days For Fools
Release:
13. Januar 2012
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Kann elektronische Musik romantisch sein? Bisher wurde das vehement verneint, doch  Künstler wie Nicolas Jaar oder Pantha du Prince haben bereits gezeigt, welche Wirkung die Langsamkeit in der Elektronik haben kann. Dem schließt sich Lee Burton aka Liberto aka Lefteris Kalabakas nun an und präsentiert sein Album „Busy Days For Fools“. Eine kraftvolle Scheibe, die zeitlos und zugleich berührend ist. Eine emotionale Mischung, die den perfekten Einstieg in das Jahr 2012 garantiert und ganz sicher ihre Fans finden wird. Denn „Busy Days For Fools“ kann man getrost als kleines Juwel der Melancholie bezeichnen, so tiefgründig und experimentierfreudig wie die einzelnen Tracks sind.

Lee Burton selbst ist kein Neuling in der Branche. Sein Debütalbum „Lullaby“ hat der Grieche vor nunmehr sechs Jahren veröffentlicht. Damals noch unter dem Namen Liberto. Seitdem sind etliche Remixe und Kollaborationen  mit Labels wie Trapez, Plastic City oder Playmobil hinzugekommen und seit 2009 firmiert der Musiker und Produzent unter dem Projekt Lee Burton. Im Januar 2012 erscheint nun sein zweites Albumprojekt „Busy Days For Fools“, bei dem er sich ganz bewusst vom Sound auf „Lullaby“ entfernt. Und bei dem er deutschen Elektronik-Klang mit dem griechischen Temperament und südamerikanischer Entspanntheit kombiniert.

Dafür hat er sich ein ganzes Jahr lang Zeit genommen und in seinem Studio mit neuen Produktionstechniken experimentiert. Zusammen mit Einflüssen aus Folk, Blues, Rock und Jazz hat Lee Burton so all das eingefangen, was für ihn das wahre Leben ausmacht. Damit entführt er alle, die sein Album hören, in seine ganz eigene Welt und beweist, wie elektroakustische Experimentierfreude und moderne elektronische Tech-House-Elemente miteinander verschmelzen können. Damit dürfte er nicht nur Fans interessanter Elektronikexkurse ansprechen, sondern überhaupt alle, die einzigartige und zeitlose Musik zu schätzen wissen. Kann das neue Jahr eigentlich stimmungsvoller beginnen? Wohl kaum.

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