Kritik | Blurred Lines von „Robin Thicke“

Küstler:
Robin Thicke
Redaktions-Wertung:
Titel:
Blurred Lines
Release:
12. Juli 2013
LeserInnen-Wertung:
Genre:

Irgendwie hat er es mit ganz viel Coolness und Lässigkeit geschafft, mit „Blurred Lines“ den Sommer-Ohrwurm schlechthin zu landen: Robin Thicke. Gemeinsam mit T.I. und Pharrell Williams dominiert er weltweit nach wie vor die Charts, schaffte es sogar an die Spitze der iTunes-Charts. Damit uns die Puste nicht ausgeht, legt der Kalifornier jetzt mit dem gleichnamigen Album nach.

Wer auf der Suche nach sexy Beats und einem Hauch 70s/80s ist, der sollte sich die Scheibe unbedingt anhören. Denn hier liefert Robin Thicke nicht nur sonnenscheintauglichen Pop ab, es treffen auch elektronische Sounds aufs Trommelfell. Und man kann sich nicht helfen: Bei Songs wie „Ooo La La“ oder „Get In My Way“ hat man das Gefühl, Jamiroquai und Michael Jackson (für den er übrigens schon als Songwriter tätig war) treffen auf das Feeling von Miami Vice. „Give It 2 U“ feat. Kendrick Lamar zeigt dann, dass es im Dance-Bereich auch etwas härter geht. Dennoch ist „Blured Lines“ in der Gesamheit ein Album, das vor Leichtigkeit nur so strotzt. Praktisch eine Light-Version, die man ohne schlechtes Gewissen genießen kann.

Wer dachte, der 36-Jährige ist ein Newcomer, liegt übrigens falsch. Er hat bereits 2003 sein erstes Album veröffentlicht und konnte mit der Single „When I Get You Alone“ (einige von euch erinnern sich vielleicht ganz dunkel) immerhin in den Top 100 landen. Mit langer Matte im Video scheint er irgendwo so gar nichts mehr mit dem durchgestylten Typen von 2013 gemein zu haben. Seine – teils sehr hohe – Stimme und der Hang zu coolen Beats sind aber geblieben. Man mag gar nicht glauben, dass es wirklich knapp zehn Jahre gedauert hat, bis Robin mit  „Blurred Lines“ seinen kommerziell erfolgreichsten Hit landen konnte.

Doch jetzt ist sie da, die internationale Bekanntheit. Und sie verhilft dem Sohn eines Schauspielers/Songwriters und einer Sängerin hoffentlich dazu, noch mehr Charttreffer zu landen. Sein neuestes Album ist auf jeden Fall wie gemacht für den Sommer. Ziemlich seicht zwar, aber still sitzen bleiben kann man trotzdem nicht. Schön ist auch, dass der Sänger wirklich viele musikalische Facetten zeigt – von Dance-Tracks bis hin zu kraftvollen Balladen. Der Titelsong „Blurred Lines“ bleibt dennoch DER Smasher der LP. Ob man dieses Lied wirklich irgendwann über hat? Das Video dazu seht ihr noch mal hier:


Robin Thicke — Blurred Lines – MyVideo

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